04.12.2012, 16:25 Uhr | AFP
Die SPD will sich auf ihrem Parteitag geschlossen zeigen. Wie es aussehen könnte, zeigen die beiden Ex-Kanzler Schmidt (links) und Schröder (rechts). (Quelle: imago)
Kaum ist der CDU-Parteitag in Hannover vorbei, schon drängen sich die Sozialdemokraten in den Fokus der Medien. Sie fahren politisch schwere Geschütze auf, um ihren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zu unterstützen - selbstverständlich ohne "übermäßige Inszenierung".
Die Geschütze heißen Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Die beiden werden auf dem SPD-Parteitag in Hannover erwartet, wo Steinbrück offiziell zum Kanzlerkandidaten gewählt werden soll.
Der eintägige Kongress werde ohne "übermäßige Inszenierung" ablaufen, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Die SPD werde sich "geschlossen, motiviert und offen für die Anliegen der Menschen" präsentieren. Neben der Wahl Steinbrücks sollen die 635 Delegierten eine Resolution verabschieden, in der die Schwerpunktthemen für den Wahlkampf aufgeführt sind.
Nahles nannte ein gerechtes Steuersystem, faire Arbeitsmarktpolitik, die Gleichstellung von Frauen sowie die Bereiche Gesundheit und Bildung als zentrale Themen. Ein ausführliches Regierungsprogramm wollen die Sozialdemokraten auf einem Parteitag im April 2013 beschließen.
Die SPD werde sich als "klare Alternative" zur schwarz-gelben Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) präsentieren, sagte die Generalsekretärin. "Wir reden unser Land nicht schlecht, aber wir verschleiern auch nichts", fügte Nahles hinzu.
Die SPD will den Nominierungsparteitag auch für den Wahlkampf zur niedersächsischen Landtagswahl am 20. Januar nutzen. Anschließend wollen führende SPD-Politiker Weihnachtsmärkte in Hannover und der Region besuchen und ins Gespräch mit Bürgern kommen.
Quelle: AFP
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