13.04.2013, 08:25 Uhr | AFP, dpa
SPD-Kandidat Steinbrück sieht im direkten Vergleich mit Kanzlerin Merkel ganz alt aus (Quelle: Reuters)
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will auf dem Sonderparteitag am Sonntag in Augsburg Siegeszuversicht verbreiten. Das wird vermutlich keine leichte Aufgabe angesichts der aktuellen Umfragewerte für ihn und seine Partei. Jüngster Tiefpunkt war das ZDF-Politbarometer von Freitag. Da wurde der SPD-Kandidat selbst beim Kernthema der Sozialdemokraten überflügelt.
So erwarten 26 Prozent der Befragten beim Thema "Soziale Gerechtigkeit" eher von Kanzlerin Angela Merkel Fortschritte als von Steinbrück (24 Prozent). 43 Prozent erkennen aber zumindest keine großen Unterschiede.
Insgesamt kommt die SPD in der Umfrage auf 27 Prozent - das sind zwei Punkte weniger als im März. Die Union legte um zwei Punkte zu auf 42 Prozent, die Grünen verharren bei 14 Prozent. Die Linke kommt auf 6 Prozent (minus 1), die FDP liegt unverändert bei 4 Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen.
Damit wäre nur eine Große Koalition oder Schwarz-Grün möglich - eine rot-rot-grüne Koalition hat die SPD definitiv ausgeschlossen.
Auch im direkten Vergleich mit Merkel sieht Steinbrück alt aus. Mit ebenfalls 27 Prozent liegt er weit abgeschlagen hinter der Kanzlerin (63 Prozent). Bei den persönlichen Eigenschaften "glaubwürdig" und "sympathisch" erhält Merkel weit bessere Bewertungen (44 Prozent und 50 Prozent) als Steinbrück, den nur 11 Prozent für glaubwürdiger und 17 Prozent für sympathischer halten.
Mit Blick auf das SPD-Wahlprogramm finden zwar 81 Prozent die Forderung richtig, einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro einzuführen. Bei der Lösung der Euro-Krise trauen aber wiederum 46 Prozent Merkel mehr zu als Steinbrück (10 Prozent).
Auch in der Rangliste der beliebtesten Politiker ist Merkel weiterhin vorn, SPD-Chef Sigmar Gabriel liegt hier noch knapp vor Steinbrück. Am Ende der Skala liegen weiterhin zwei FDP-Politiker: Außenminister Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Philipp Rösler.
13.04.2013, 08:25 Uhr | AFP, dpa
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