Kanzlerin auf Stimmenfang
Merkels Wahlversprechen kommen an07.06.2013, 12:56 Uhr | rtr, dpa, t-online.de
Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut Angela Merkel (CDU): beruhigend und erfreulich für die Kanzlerin (Quelle: dpa)
Auf ihren Reisen von einem Hochwasser-Krisengebiet zum anderen dürfte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nur dann Grund zur Freude haben, wenn sie zwischendurch aktuelle Wahlumfragen studiert. Ihre umstrittenen Wahlversprechen stoßen dem Deutschlandtrend der ARD zufolge überwiegend auf Zustimmung. Und laut dem ZDF-Politbarometer baut die Union ihren Vorsprung aus.
Für eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition müsste allerdings auch die FDP in Tritt kommen, die den Einzug in den Bundestag nach derzeitigem Stand nicht schafft. Sie liegt im Politbarometer bei vier Prozent der Wählerstimmen. CDU und CSU könnten mit 42 Prozent rechnen. Damit legte die Union im Vergleich zu Mitte Mai erneut um einen Prozentpunkt zu.
Die SPD kommt in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen auf 28 Prozent, ein Minus von einem Punkt. Unverändert liegen die Grünen bei 13 und die Linke bei sechs Prozent. Damit hätte auch Rot-Grün keine regierungsfähige Mehrheit. Darum wären nur eine Große Koalition, ein Bündnis aus Union und Grünen oder eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke möglich. Wirklich realistisch davon ist Ersteres.
Für die eurokritische Alternative für Deutschland würden aktuell drei Prozent der Befragten stimmen. Die sonstigen Parteien kämen zusammen auf vier Prozent.
Der Kanzlerin und ihrer Partei kommen einzelne Wahlversprechen zugute: Wie aus dem ARD-Deutschlandtrend der ARD hervorgeht, halten 56 Prozent der Befragten eine höhere Rente für Mütter, die vor 1992 Kinder zur Welt brachten, für sinnvoll. Die von SPD und CDU propagierte Mietpreisbremse wünschen sich sogar fast zwei Drittel (61 Prozent) der Deutschen.
Eine Erhöhung des Kindergeldes halten dagegen nur 43 Prozent für sinnvoll und umsetzbar. Merkels Vorschläge sind insbesondere wegen der zu erwartenden Kosten kritisiert worden. Aber bei der Mehrheit der Wähler kommt sie an - und das offenbar noch ohne Fluthelfer-Bonus, der Gerhard Schröder (SPD) nach dem Hochwasser von 2002 unter anderem den Sieg beschert hatte.
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