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Peer Steinbrück attackiert Sigmar Gabriel: Streit bei der SPD

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Streit bei der SPD: Steinbrück attackiert Gabriel

16.06.2013, 12:33 Uhr | AFP, dpa

Peer Steinbrück attackiert Sigmar Gabriel: Streit bei der SPD. Die öffentlichen Dispute zwischen Peer Steinbrück (links) und Sigmar Gabriel (rechts) häufen sich (Quelle: dpa)

Die öffentlichen Dispute zwischen Peer Steinbrück (links) und Sigmar Gabriel (rechts) häufen sich (Quelle: dpa)

 

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat dem Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel indirekt mangelnde Loyalität und Unterstützung unterstellt. "Nur eine Bündelung aller Kräfte ermöglicht es der SPD, die Bundesregierung und Frau Merkel abzulösen", sagte Steinbrück dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Ich erwarte deshalb, dass sich alle - auch der Parteivorsitzende - in den nächsten 100 Tagen konstruktiv und loyal hinter den Spitzenkandidaten und die Kampagne stellen."

Hintergrund sind Vorkommnisse bei einer Sitzung der Bundestagsfraktion am Dienstag. Dort habe Gabriel eine kritische Diskussion über den Wahlkampf gestartet und sich nach Steinbrücks Lesart bei einer Abstimmung zum Thema Bankenunion gegen ihn gestellt, heißt es in dem Bericht.

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"Situationen wie am vergangenen Dienstag in der Fraktion dürfen sich nicht wiederholen", sagte Steinbrück dem "Spiegel". Der damit erstmals deutlich öffentlich ausgetragene Disput zwischen Kanzlerkandidat und Parteichef dürfte den Wahlkampf der SPD weiter belasten.

In Umfragen kommt die SPD derzeit auf 24 bis 27 Prozent - das würde derzeit nur für die Juniorrolle in der Großen Koalition reichen. Steinbrück hat erklärt, dafür nicht zur Verfügung zu stehen.

Häufung von öffentlichen Differenzen

Zuletzt hatten sich die öffentlichen Differenzen gehäuft. So überrumpelte Gabriel Steinbrück mit der Unterstützung eines Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen, was Steinbrück und Steinmeier umgehend öffentlich ablehnten.

Während Steinbrück vor Polittourismus in Gummistiefeln zu den Flutgebieten warnte, kündigte Gabriel am gleichen Tag eine Reise in das Hochwassergebiet Magdeburg an. Sein Sprecher argumentierte, Gabriel habe da lange gewohnt. Dennoch blieb der Eindruck, dass beide keine gemeinsame Linie haben.

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Deutsche geben Steinbrück auf

Derweil hat Steinbrück  hundert Tage vor der Bundestagswahl aus Sicht der Wähler kaum noch Chancen gegen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). Nur 14 Prozent der Deutschen glauben laut Emnid-Umfrage, dass der SPD-Kandidat Bundeskanzler wird.

78 Prozent sind der gegenteiligen Meinung. 96 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten keine drei Mitglieder von Steinbrücks Kompetenzteam benennen.

Auch unter SPD-Wählern sinkt die Zuversicht

Auch unter den SPD-Anhängern schwindet der Umfrage zufolge die Zuversicht noch weiter. Nur 22 Prozent von ihnen rechnen mit Steinbrück als künftigem Kanzler, 73 Prozent sehen das nicht so.

Selbst bei den SPD-Anhängern gaben 95 Prozent an, sie könnten keine drei Team-Mitglieder nennen. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte am 12. und 13. Juni für "Focus" 1003 repräsentativ ausgewählte Deutsche.

 
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