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Bundestagswahl 2013: CDU stellt Wahlplakate in Berlin vor

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So geht die CDU mit Plakaten auf Stimmenfang

06.08.2013, 09:45 Uhr | AFP, dpa

CDU, Wahlplakate, Bundestagswahlkampf 2013 (Quelle: dpa\reuters)

Mit druckfrischen Plakaten ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die CDU in den Wahlkampf. (Quelle: reuters/dpa)

Die SPD ist mit ihrer Plakatkampagne für die Bundestagswahl 2013 bereits vorangeprescht, jetzt zieht auch die CDU nach. In Berlin stellte sie heute ihre ersten Plakate vor. Sie setzt dabei vor allem auf Wirtschaftsthemen und den Kanzlerinnenbonus - und vermittelt vergleichsweise simple Kernbotschaften. Alles in allem: wenig Überraschendes.

Auf den ersten Großplakaten , die seit dem Wochenende in Berlin und ab kommende Woche auch in den anderen Bundesländern zu sehen sind, wirbt die Union mit dem Konterfei von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Andere Motive verweisen auf Themen wie die Stärkung des Euro, der Wirtschaft, von Bildung und Forschung, Familien und Generationengerechtigkeit.

"Wachstum braucht Weitblick. Und einen stabilen Euro." oder "Jede Familie ist anders. Und uns besonders wichtig" - so lauten einige der Kernbotschaften. Der übergreifende Slogan heißt "Gemeinsam erfolgreich"

In Broschüre auch Persönliches über Merkel

Die CDU will bundesweit rund 8700 Großplakate einsetzen, außerdem sollen 300.000 kleinere mit einem Merkel-Porträt und kurzen Botschaften wie "Mehr für Familien" oder "Sichere Arbeit" aufgehängt werden. Schon jetzt verteilt werden sollen 1,5 Millionen Broschüren, in denen sich Merkel auch von ihrer persönlichen Seite zeigt.

Politische Überzeugungen und Persönliches würden darin bewusst kombiniert, erklärte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Merkel offenbart - garniert von Kinderfotos und Porträts ihrer politischen Karriere - Programmatisches wie: "Freiheit und Sicherheit gehören für mich zusammen".

Dazu aber auch dosiert Privates wie: "Ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin und koche gern." Oder über die Zufriedenheit ihres Mannes mit ihren Kochkünsten: "Nur auf dem Kuchen sind ihm immer zu wenig Streusel. Konditorensohn halt."

CDU will "noch mal kräftig in die Hände spucken"

Die Großplakate zielten in der ersten Welle auf inhaltliche Kernbotschaften ab. Später würden die Motive dann auch in der Personalisierung auf Merkel deutlicher werden, sagte Gröhe mit Blick auf die hohen Popularitätswerte der Kanzlerin in Umfragen.

"Am 22. September geht es darum, ob Deutschland ein starkes und erfolgreiches Land bleibt", sagte Gröhe. Trotz einer "starken Ausgangslage" für den Wahlkampf mit Umfragewerten um die 40 Prozent für die Union erwarte er am Ende "ein enges Rennen", machte Gröhe deutlich. "Jetzt heißt es noch mal kräftig in die Hände spucken und anpacken."

Zur Negativkampagne der SPD mit Plakaten, die Merkel in unvorteilhafter Darstellung zeigen, sagte der CDU-Generalsekretär: "Unsere Strategie haben die eher verzweifelten Versuche nicht beeinflusst." Gröhe kritisierte mit Blick auf die Wahlkampagnen von SPD und Grünen: "Es ist albern, dass Rot-Grün so tut, als seien wir in einem Jammertal."

Forscher: "Parteien können nicht auf Plakate verzichten."

Die SPD warf der Union Schönfärberei vor: "Diese Alles-in-Butter-Bildlichkeit, die hier präsentiert wird, hat mit den Realitäten in unserem Land nichts zu tun", sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Die Kampagne zeige deutlich, dass die Union "kein Konzept und keine Idee hat, wie Deutschland vorankommen soll".

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Das CDU-Wahlkampfbudget liegt bei 20 Millionen Euro. Geld, dass nach Meinung von Werbeforscher Guido Zurstiege durchaus gut angelegt ist. Er hält eine Bundestagswahl ohne Wahlplakate nämlich kaum für möglich.

"Die großen Parteien könnten nicht auf Plakate verzichten", sagte der Medienwissenschaftler von der Universität Tübingen. Experimente hätten gezeigt, dass Menschen einen Politiker schon allein dadurch positiver bewerten, dass sie ihn immer wieder sehen. "Wenn Parteien das unentschlossenen Wählern nicht anbieten können, haben sie bei der konkreten Entscheidung in der Wahlkabine womöglich das Nachsehen."

06.08.2013, 09:45 Uhr | AFP, dpa

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