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Steinbrück kann bei Frauen und Ostdeutschen nicht punkten

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Umfrage zur Bundestagswahl

Steinbrück kann bei Frauen und Ostdeutschen nicht punkten

11.08.2013, 12:37 Uhr | dpa, AFP

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück kann bei den Frauen nicht punkten (Quelle: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück kann bei den Frauen nicht punkten (Quelle: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kommt laut einer Umfrage vor allem bei Frauen und bei Wählern in Ostdeutschland nicht an. Nur 19 Prozent der Frauen wünschen sich Steinbrück als Bundeskanzler, wie eine repräsentative Umfrage von Emnid für "Bild am Sonntag" ergab - 59 Prozent gaben an, sie wollten lieber Angela Merkel (CDU).

In Ostdeutschland wünschen sich demnach nur 24 Prozent der Wähler Steinbrück im Kanzleramt, allerdings sagten auch nur 47 Prozent, sie seien für Merkel. Insgesamt liegt die Amtsinhaberin mit 53 Prozent der Stimmen bei der Kanzlerfrage vorn, Steinbrück wollen der Umfrage zufolge nur 27 Prozent.

Steinbrück streckt Fühler in Richtung Linkspartei aus

Diesem Trend will Steinbrück möglicherweise mit einer neuen Aussage in Richtung Linkspartei begegnen: Auf lange Sicht schließt der SPD-Kanzlerkandidat ein Bündnis mit den Linken auf Bundesebene nicht aus. "In einer parlamentarischen Demokratie gilt prinzipiell, dass alle demokratischen Parteien koalitionsfähig sein müssen", sagte Steinbrück dem Magazin "Focus".

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In den neuen Ländern und auf kommunaler Ebene seien Linkspolitiker inzwischen bereit, Verantwortung zu übernehmen und auch unangenehme Entscheidungen mit zu treffen, sagte Steinbrück. Die SPD müsse abwarten, wie sich die Linkspartei in den nächsten zehn Jahren entwickele. Für die Bundestagswahl im Herbst bekräftigte der SPD-Kandidat aber, dass es "keine Tolerierung und schon gar keine Koalition mit der Linkspartei" geben werde.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi setzt indes sein Werben um eine Koalition mit SPD und Grünen fort. "Die SPD braucht einen Riesenruck", sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag". Wenn es nach der Wahl eine Große Koalition gebe, werde die SPD irgendwann endlich bemerken, dass sie seit der Agenda 2010 nur abbaue. "Vielleicht wächst dann bei den Sozialdemokraten die Bereitschaft, die machtpolitischen Realitäten in diesem Lande ernst zu nehmen und über einen Wechsel zu Rot-Rot-Grün nachzudenken", sagte Gysi.

Patt zwischen Schwarz-Gelb und Opposition

In der Emnid Umfrage kommt die Union sechs Wochen vor der Wahl auf 41 Prozent (plus ein Prozentpunkt), die FDP bleibt bei fünf Prozent. Die SPD verharrt bei 25 Prozent, die Grünen stehen weiterhin bei 13 Prozent, die Linkspartei bei acht Prozent. Damit liegt Schwarz-Gelb zusammen bei 46 Prozent, gegenüber 38 Prozent für Rot-Grün und 46 Prozent für die Opposition insgesamt.

Die Euro-kritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat demnach kaum noch Chancen auf Einzug in den Bundestag; sie kommt in der Umfrage auf zwei Prozent. Auch die Piratenpartei kann sich mit drei Prozent wenig Hoffnung machen.

11.08.2013, 12:37 Uhr | dpa, AFP

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