Brief aus Versehen abgeschickt?
Erpresser von Peer Steinbrück hat sich gestellt09.09.2013, 18:59 Uhr | dpa
Kann erleichtert sein: Peer Steinbrücks war mit dem Erpresserbrief am Wochenende in die Öffentlichkeit gegangen - jetzt scheint die Sache aus der Welt zu sein. (Quelle: dpa)
Der Erpresser von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich gestellt. Der Verfasser des Briefs an Steinbrücks Ehefrau Gertrud meldete sich bei der Staatsanwaltschaft Bonn.
Der Mann habe angegeben, das Schreiben versehentlich abgeschickt zu haben, teilte Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel mit.
In dem Brief wird Steinbrück und seiner Ehefrau Gertrud vorgeworfen, vor 14 Jahren eine Putzfrau illegal beschäftigt zu haben. Der Schreiber drohte damit, dies öffentlich zu machen, falls Steinbrück nicht auf die Kanzlerkandidatur verzichte.
Der Mann will den Brief aus einer momentanen Verärgerung über den SPD-Kanzlerkandidaten verfasst, aber zunächst nicht abgeschickt haben. Aus Versehen sei das Schreiben dann mit weiteren Briefen doch in die Post geraten. Dies sei ihm erst durch die Berichterstattung bewusst geworden.
Der Mann habe glaubhaft eingeräumt, der Verfasser des an Steinbrücks Ehefrau Gertrud gerichteten Briefes zu sein, teilte Apostel weiter mit. Weitere Angaben machte er nicht.
Steinbrück hatte den Erpressungsversuch am Samstag öffentlich gemacht, die Familie stellte Anzeige gegen Unbekannt. Polizei und Staatsanwaltschaft Bonn ermitteln wegen Nötigung.
09.09.2013, 18:59 Uhr | dpa
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