Magazin-Cover
Steinbrück sorgt mit Stinkefinger-Foto für Wirbel13.09.2013, 14:50 Uhr | rtr, dpa
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat im Wahlkampf einiges an Spott über sich ergehen lassen müssen. Im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" antwortet er nun ohne Worte auf seine ganz eigene Art. Auf die Frage "Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi - um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?", wirft sich Steinbrück in provozierende Pose. Und zeigt den gestreckten Mittelfinger.
Er ziert damit am Freitag die Titelseite des Magazins. Der Chefredakteur des "SZ Magazins", Michael Ebert, betonte, dass der SPD-Kanzlerkandidat die Verwendung des Fotos autorisiert hat. "Peer Steinbrück hat das Motiv wie jedes andere, das im Magazin abgedruckt ist, freigegeben", sagte Ebert.
Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) kommentiert im Kurznachrichtendienst Twitter: "Das kann doch wohl nicht der Stil eines Bundeskanzlers sein." Auch andere Liberale reagierten mit scharfer Kritik. "Die Geste verbietet sich als Kanzlerkandidat", kritisierte Parteichef Philipp Rösler. Der hessische FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn twitterte: "Ein Stinkefinger ist nicht lustig. Ein Bundeskanzlerkandidat sollte Vorbild sein."
Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine sagte dagegen zu "Spiegel Online": "Ich sehe in dem Foto keine Schwierigkeit. Warum sollte ich eine Schwierigkeit sehen?" In Steinbrücks Twitter-Account heißt es ohne direkten Bezug auf das Foto: "Klartext braucht nicht immer Worte - zum Beispiel, wenn man ständig auf olle Kamellen statt auf wirklich wichtige Fragen angesprochen wird."
Laut Magazin wollte Steinbrücks Sprecher die Stinkefinger-Pose zunächst allerdings nicht freigeben. Der Kanzlerkandidat selbst habe aber gemeint: "Nein, das ist okay so".
13.09.2013, 14:50 Uhr | rtr, dpa
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