13.12.2012, 15:32 Uhr | t-online.de, uwe
Eine der größten Einwanderungswellen seit Jahren rollt auf Deutschland zu: 2,2, Millionen Menschen dürften bis zum Jahr 2017 zusätzlich ins Land kommen. Das berichtet das "Manager Magazin" und beruft sich auf eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Kiel Economics.
Demnach wird der Höhepunkt 2014 erwartet: Dann sollen 506.000 mehr Menschen einwandern als Deutschland verlassen.
Die große Zahl an Immigranten dürfte vor allem eine Folge der dramatischen Lage auf dem Arbeitsmarkt in Südeuropa sein, so das Magazin weiter.
Die Wirtschaftsforscher rechnen zwar mit einer gewissen Stabilisierung der Volkswirtschaften in Südeuropa. Doch das Wachstum in Ländern wie Griechenland, Spanien und Portugal dürfte zu schwach sein, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken.
Dagegen herrsche in Deutschland in vielen Branchen Arbeitskräftemangel, so die Wirtschaftexperten. Die Zuwanderer seien daher in vielen Betrieben hochwillkommen.
Mit der Zuwanderungswelle könnte ein langjähriger Trend gestoppt werden: Im vergangenen Jahrzehnt ist die Bevölkerung in Deutschland ständig weiter geschrumpft.
Laut einer Studie der OECD ist die Beschäftigungsrate von Migranten in den letzten Jahren gestiegen. Bei Zuwanderern im Erwerbsalter lag sie im Jahr 2010 bei etwa 64 Prozent. Damit lag die Beschäftigungsquote von Zuwanderern in allen ihren Mitgliedsländern nur 2,6 Prozentpunkte unter der von Menschen ohne Migrationshintergrund.
Quelle: t-online.de, uwe
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