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"Sozial Schwache" zum Unwort gekürt

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"Sozial Schwache" zum Unwort gekürt

25.02.2013, 13:38 Uhr | AFP

Die Nationale Armutskonferenz (NAK) hat eine Liste der sozialen Unwörter veröffentlicht. Auf der ersten Position landete bei einer Umfrage der Begriff "sozial Schwache", teilte die Organisation mit.

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Damit würden Menschen bezeichnet, die über wenige materielle Mittel verfügten und dadurch weitgehend von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen seien. Dies habe aber nichts damit zu tun, ob ein Mensch sozial veranlagt sei oder nicht, erklärte NAK-Sprecher Thomas Beyer. Er forderte, die Verbreitung von Klischees über arme Menschen zu vermeiden.

"Vollkasko-Mentalität" und "Sozialschmarotzer"

Hintergrund ist eine Umfrage der Nationalen Armutskonferenz unter ihren Mitgliedsorganisationen. Gefragt wurde, welche Begriffe in den Medien, in der Politik und in der breiten Öffentlichkeit benutzt würden, mit denen Menschen in ihrer Lebenssituation falsch beschrieben, schlimmstenfalls sogar diskriminiert würden.

Als solch negatives Beispiel wurde demnach am häufigsten der Begriff "sozial Schwache" genannt. Als weitere soziale Unwörter wurden unter anderem "Vollkasko-Mentalität", "Sozialschmarotzer" und "Behindertentransport" angegeben.

Die NAK wurde 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks gegründet. Ihr Ziel ist es, Bedürftigkeit in Deutschland zu reduzieren. Mitglieder sind unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, der Bundesverband Die Tafel, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Caritas und Diakonie sowie das Deutsche Rote Kreuz.

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