16.07.2013, 10:56 Uhr | dpa
Deutschland belegt nur einen Platz im Mittelfeld was den gesellschaftlichen Zusammenhalt angeht: Platz 14 bei 34 Ländern, die in einer Studie der Bertelsmann-Stiftung untersucht wurden.
In den skandinavischen Ländern ist der Gemeinsinn deutlich stärker ausgeprägt. Platz eins belegt Dänemark. Schlusslicht des Forschungsprojekts ist Rumänien.
Die Studie umfasst die Entwicklung von 1989 bis heute, untersucht wurden Kategorien wie Vertrauen in Mitmenschen und Gerechtigkeitsempfinden.
In Sachen Toleranz halten die Forscher den Zustand in Deutschland für "bedenklich". So nehme die Bereitschaft immer weiter ab, Vielfalt zu akzeptieren. Gegenüber Einwanderern wachsen die Vorbehalte. Das sei ein "Risiko für den Zusammenhalt" der deutschen Gesellschaft.
Das mäßige Abschneiden Deutschlands führen die Forscher unter anderem darauf zurück, dass unterschiedliche Lebensmodelle in der Gesellschaft inzwischen weniger akzeptiert würden. Auch sei die Identifikation mit der eigenen Nation geringer als in den Vergleichsstaaten.
Gestiegen sei aber das Vertrauen der Deutschen in Institutionen und ihr Gerechtigkeitsempfinden. Wie Stephan Vopel von der Bertelsmann-Stiftung sagte, nahm hingegen das Vertrauen in Banken deutlich ab.
Als gute Rahmenbedingungen für einen starken Zusammenhalt nannten die Forscher höheren Wohlstand, größere Einkommensgleichheit und die Entwicklung zur Wissensgesellschaft. Zuwanderung und Globalisierung seien dabei grundsätzlich keine Hindernisse, hieß es in der Studie.
Ein Forscherteam der Universität Bremen hatte für die Bertelsmann-Stiftung allen EU-Staaten (vor dem Beitritt Kroatiens) sowie die OECD-Nationen Australien, Israel, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Schweiz und die USA untersucht. Basis der Arbeit mit dem Titel "Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt" sind international vergleichende Befragungsstudien und Experteneinschätzungen wie der Korruptionsindex.
In das Gesamtergebnis flossen die Ergebnisse aus neun Bereichen ein: soziale Netze, Vertrauen in Mitmenschen, Akzeptanz von Diversität, Identifikation, Vertrauen in Institutionen, Gerechtigkeitsempfinden, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Anerkennung sozialer Regeln sowie gesellschaftliche Teilhabe.
16.07.2013, 10:56 Uhr | dpa
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