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Christian Wulff droht Prozess: Gericht will Anklage offenbar zulassen

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Kommt es zum Prozess?

Gericht will Anklage gegen Wulff offenbar zulassen

25.08.2013, 19:27 Uhr

Christian Wulff: Vorwurf der Vorteilsnahme (Quelle: imago)

Christian Wulff: Vorwurf der Vorteilsnahme (Quelle: imago)

Das Landgericht Hannover will nach Informationen der "Bild am Sonntag" der Anklage gegen Christian Wulff und den Berliner Filmproduzenten David Groenewold stattgeben. Ob es aber wirklich zu einem öffentlichen Prozess komme, sei noch offen, schreibt das Blatt und beruft sich auf Justizkreise.

Das Gericht wolle den Anwälten vorschlagen, dass eine Geldauflage gezahlt werde. So könnte das Verfahren eingestellt werden. Die Entscheidung wird für Montag erwartet.

Groenewolds Anwalt: "Wissen nichts von einem Deal"

Der Anwalt Groenewolds, Christian-Oliver Moser, sagte dazu : "Wir wissen weder etwas von einem Deal noch was das Gericht am Anfang der Woche entscheidet." Wulffs Anwalt Gernot Lehr war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Wulff am 12. April wegen Bestechlichkeit angeklagt. Einen Deal hatten der Ex-Bundespräsident und der Filmproduzent seinerzeit abgelehnt. Für eine Beendigung des Verfahrens hatte die Staatsanwaltschaft von Wulff 20.000 Euro und von Groenewold 30.000 Euro verlangt.

Vorwurf der Vorteilsnahme

Das Landgericht wolle den Vorwurf der Bestechlichkeit, den die Staatsanwälte gegen Wulff erhoben haben, auf den Vorwurf der Vorteilsnahme herabstufen, schreibt die "Bild am Sonntag". Das dürfte auch die Höhe der Geldauflage reduzieren.

Bei den Vorwürfen gegen Wulff geht es um einen Oktoberfest-Besuch mit Hotelübernachtung im Jahr 2008, dessen Kosten Groenewold zum Teil übernommen haben soll. Wulff, damals niedersächsischer Ministerpräsident, wusste davon nach eigenen Angaben nichts.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Groenewold Wulff motivieren wollte, beim damaligen Siemens-Chef Peter Löscher für eines seiner Filmprojekte um Geld zu werben, was Wulff später auch tat. Als Bundespräsident war Wulff im Februar 2012 zurückgetreten.

25.08.2013, 19:27 Uhr

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