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Anti-Pegida-Demo: Bürger übernehmen die politische Führung

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Anti-Pegida-Protest  

Experte: Bürger übernehmen politische Führung

14.01.2015, 10:56 Uhr | rtr, dpa

Anti-Pegida-Demo: Bürger übernehmen die politische Führung . Bürgerliche Gegenbewegung - in Dresden gibt es auch Widerstand gegen Pegida (Quelle: Reuters)

Bürgerliche Gegenbewegung - in Dresden gibt es auch Widerstand gegen Pegida (Quelle: Reuters)

Die Großdemonstrationen gegen die Anti-Islam-Bewegung Pegida sind nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Klaus Schubert der Beleg für eine funktionierende Zivilgesellschaft. "Die Menschen wollen zeigen: Unsere Welt ist eine andere. Und die ist es wert, verteidigt zu werden", sagte Schubert von der Universität Münster.

Schubert nannte die Gegendemonstrationen "eine außerordentlich positive Reaktion" - "zumal nicht die Parteien dazu aufrufen, sondern oft sind es Bürgergesellschaften, denen zuvor das Politikinteresse abgesprochen wurde". Die Aussage dahinter sei: "Die wichtigen Dinge nehmen wir selbst in die Hand."

Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris hatten am Montagabend bundesweit etwa 100.000 Menschen für ein friedliches Zusammenleben der Religionen und gegen Pegida demonstriert. In Dresden nahmen zeitgleich 25.000 Menschen an der Pegida-Kundgebung teil, 7000 mehr als in der Vorwoche.

Mahnwache in Berlin

Vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris setzten zudem am Dienstagabend alle im Bundestag vertretenen Parteien und mehrere Religionsvertreter bei einer Mahnwache am Brandenburger Tor ein "starkes Zeichen", wie es Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sagte.

"Wir alle haben heute gemeinsam - und über Parteiengrenzen hinweg - gezeigt, dass wir uns vom Terror nicht in Angst versetzen oder auseinanderdividieren lassen", schrieb der SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister auf seiner Facebook-Seite.

Mazyek: Westliche Werte sind unsere Werte

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte im ZDF-"heute journal", es sei wichtig gewesen, ein Zeichen zu setzen, dass die Terroristen keinen Erfolg damit haben, Hass und Zwietracht unter den Menschen und den Bevölkerungsgruppen zu säen.

"Was wir brauchen, ist eine Solidarität mit der Mehrheit der Muslime, die sich mit den friedliebenden Zielen des Islam identifiziert und mit den Werten unserer offenen Gesellschaft ohnehin."

UMFRAGE
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10.000 Menschen in Berlin

Mit der Solidaritätsdemonstration hatten die Spitzen von Staat und Religionen ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben gesetzt. Bundespräsident Joachim Gauck rief alle Bürger unabhängig von Religion und Herkunft dazu auf, sich für Demokratie und Weltoffenheit einzusetzen. "Wir alle sind Deutschland", sagte Gauck. "Wir schenken Euch nicht unsere Angst. Euer Hass ist unser Ansporn."

Etwa 10.000 Menschen waren nach Polizeiangaben zu der Mahnwache für ein "weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit" gekommen.

Dazu aufgerufen hatte der Zentralrat der Muslime. Damit sollte der insgesamt 17 Terroropfer in Paris gedacht und islamfeindlichen Bestrebungen entgegengetreten werden.

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