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"Anne Will": NDR verteidigt Einladung von Nora Illi - Kritik von CDU

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Debatte über Radikalisierung  

Anne-Will-Sendung: NDR verteidigt Einladung von Niqab-Trägerin

07.11.2016, 17:33 Uhr | dpa

"Anne Will": NDR verteidigt Einladung von Nora Illi - Kritik von CDU. ARD-Talkshow "Anne Will": Nora Illi (Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz) sorgt für kontroverse Diskussionen. (Quelle: dpa)

ARD-Talkshow "Anne Will": Nora Illi (Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz) sorgt für kontroverse Diskussionen. (Quelle: dpa)

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat die Einladung der mit dem Niqab verschleierten Schweizerin Nora Illi verteidigt. Zuvor hatte die Talkshow von Anne Will am Sonntag scharfe Kritik hervorgerufen.

Die Einladung sei sorgfältig abgewogen worden, erklärte die verantwortliche NDR-Redakteurin Juliane von Schwerin. "Für das gewählte Thema der Sendung und in Kombination mit den anderen Gästen hielten und halten wir ihre Teilnahme für vertretbar und richtig."

Propaganda für den IS?

Die Schweizerin Illi ist Frauenbeauftragte des sogenannten Islamischen Zentralrats Schweiz. In der Talksendung am Sonntagabend sorgten vor allem Veröffentlichungen der 32-Jährigen für Aufregung, die von anderen Talkgästen als Propaganda für die Dschihadistennmiliz Islamischer Staat (IS) angesehen wurden.

Der ebenfalls zu den Talkgästen zählende CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Redaktion der Sendung müsse sich die Frage stellen, "warum das im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt" werde. Dass er selbst bis zum Schluss in der Sendung blieb, verteidigte Bosbach: "Wer geht, nimmt sich selber die Chance, dagegen zu halten."

NDR-Redakteurin von Schwerin erklärte, die Zusammensetzung der gesamten Runde und die Leitung durch Anne Will habe zu einer ebenso angemessenen wie notwendigen Auseinandersetzung geführt.

Scharfe Kritik von CDU

Dagegen sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber, wenn eine Frau mit Niqab in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens als Frauenbeauftragte präsentiert werde, "dann habe ich ein bisschen Sorge, dass man als Nächstes Assad als Menschenrechtsbeauftragten ankündigt". Syriens Staatschef Baschar al-Assad werden schwerste Menschenrechtsverstöße vorgeworfen.

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