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Deutschland führt Statistik an  

Mehr Asylanträge als im gesamten Rest der EU

03.01.2017, 11:40 Uhr | t-online.de, dpa

Mehr Asylanträge in Deutschland als im gesamten Rest der EU. Flüchtlinge warten in Berlin darauf, ihren Asylantrag zu stellen. (Quelle: dpa)

Flüchtlinge warten in Berlin darauf, ihren Asylantrag zu stellen. (Quelle: dpa)

In Deutschland wurden in den ersten neun Monaten 2016 mehr Asylanträge gestellt als in allen anderen EU-Ländern zusammen. Gleichzeitig führt Deutschland auch bei der Zahl der abgelehnten Anträge.

Die hohe Anzahl der Anträge gehe aus Datensammlungen des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, schreibt die Zeitung "Die Welt". Demnach gab es in der gesamten EU rund 756.000 erstinstanzliche Entscheidungen über Asylanträge, davon rund 420.000 in Deutschland. 

Zugleich seien in den ersten neun Monaten des Jahres in der EU insgesamt 988.000 Asylanträge gestellt worden, davon rund zwei Drittel allein in Deutschland. Den zweiten Platz nehme Italien ein (68.000 Entscheidungen, 85.000 Anträge). Danach folge Frankreich (63.000 Entscheidungen, 62.000 Anträge).

Ablehnungen deutlich zugenommen

Bei den Zahlen ist zu bedenken, dass viele der Antragsteller von 2016 bereits 2015 nach Deutschland kamen und ihre Anträge erst im Folgejahr abgeben konnten.

Gleichzeitig nahm außerdem die Anzahl der abgelehnten Asylanträge deutlich zu: Während sie laut Zahlen der Budneszentrale für politische Bildung (bpb) im gesamten Jahr 2015 noch bei rund 91.500 lag, wurden von Januar bis November 2016 fast 150.000 Anträge abgelehnt. Rund 136.000 Menschen erhielten zudem nur subsidiären Schutz - also keinen Status als anerkannter Flüchtling, sondern lediglich eine Aufenthaltserlaubnis von einem Jahr.


Mehr Grafiken finden Sie bei Statista

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