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Gewalt in Berlin: Verkehrsbetriebe wollen Arbeitslose als Aufpasser

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Gewalt in Berliner Bussen und Bahnen

Verkehrsbetriebe wollen Arbeitslose als Aufpasser

03.03.2008, 15:36 Uhr | dpa

Gewalt in der Bahn: Die Polizei fordert ihre Vormachtsstellung bei der Verbrechensbekämpfung ein (Quelle: ddp)Die Gewalttaten im öffentlichen Nahverkehr in Berlin haben die Diskussion über bessere Sicherheitsmaßnahmen neu entfacht. Nach den Straftaten mit mehreren Verletzten am Wochenende denken die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) über den Einsatz von mehreren hundert Arbeitslosen nach, die Präsenz in Bahnen und Bussen zeigen sollen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte dies am Montag als "blinden Aktionismus" und forderte, Busse und Straßenbahnen mit einer direkten Notverbindung zur Polizei auszustatten.

FDP fordert wirksameren Schutz

Die CDU betonte, der Schutz von Personal und Fahrgästen dürfe nicht an "vorgeschobenen Kostenargumenten" scheitern. CDU-Generalsekretär Frank Henkel sprach von "unfassbarer Brutalität" und "versuchter Tötung". Die FDP-Fraktion forderte den rot-roten Senat auf, dafür zu sorgen, dass Busfahrer und Fahrgäste künftig wirksamer gegen Übergriffe geschützt werden.

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Kooperation mit Polizei auch willkommen

BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker sagte, es sei an den Einsatz einer mindestens dreistelligen Zahl derzeit Arbeitsloser gedacht. Sie sollen aber keine Sicherheitskräfte sein, sondern nur Präsenz zeigen, sagte Necker am Montag im Inforadio des RBB. Vorstellbar seien auch gemeinsame Streifen von BVG-Mitarbeitern und Polizisten.

"Das kann nur die Polizei"

Der Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Eberhard Schönberg, kritisierte, von den BVG-Mitarbeitern "kann niemand erwarten, dass sie sich irgendwelchen Gewalttätern und Messerstechern entgegenstellen. Um wirksam tätig zu werden, muss das Sicherheitspersonal gut ausgebildet und bewaffnet sein. Das können nur Mitarbeiter der Polizei, die unverzüglich zusätzlich eingestellt und ausgebildet werden müssen, gewährleisten."

Verhandlungen laufen schon

BVG-Sprecherin Petra Reetz sagte, es gebe in Bussen und U-Bahnen nicht unbedingt mehr Gewalttaten, die Brutalität der Täter habe aber deutlich zugenommen. Es sei daher auch ein Unterschied, ob es nur eine Videoüberwachung gebe, oder ob Menschen in den Fahrzeugen seien, die ansprechbar sind und Hilfe rufen können. Derzeit liefen Verhandlungen mit dem Bund über ein derartiges Programm. Mit einer Antwort rechne man in drei bis sechs Wochen. Frühestens Mitte des Jahres könnte der Einsatz beginnen.

Mehrere Vorfälle am Wochenende

Ein Busfahrer war am Samstag in Berlin-Kreuzberg niedergestochen, ein Fahrgast in einer U-Bahn in Wedding durch Fußtritte gegen seinen Kopf schwer verletzt worden. Der Busfahrer wollte einen Streit schlichten, der Fahrgast Frauen helfen, die belästigt wurden. Eine 20-Jährige hatte am Sonntag einen dunkelhäutigen Mann in Friedrichshain vor eine einfahrende S-Bahn gestoßen. Der Mann konnte sich mit Hilfe von zwei Fahrgästen retten. Die Frau wurde festgenommen. Ein anderer Busfahrer wurde in Reinickendorf bei einem Angriff leicht verletzt. Bei einer Messerstecherei auf dem U-Bahnhof Boddinstraße in Neukölln wurden drei Männer verletzt.

03.03.2008, 15:36 Uhr | dpa

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