Startseite
  • Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

    Olaf Scholz: Arbeitslose sollen Hauptschulabschluss nachmachen

    ...
    t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

    Rechtsanspruch auf Hauptschulabschluss?  

    Arbeitslose sollen die Schulbank drücken dürfen müssen

    30.06.2008, 11:05 Uhr | dpa

    Geht es nach Arbeitsminister Scholz, sollen Arbeitslose bald wieder die Schulbank drücken dürfen müssen (Quelle: dpa)Geht es nach Arbeitsminister Scholz, sollen Arbeitslose bald wieder die Schulbank drücken dürfen müssen (Quelle: dpa)Mit einem Rechtsanspruch auf den Hauptschulabschluss will Arbeitsminister Olaf Scholz für 250.000 Langzeitarbeitslose nachträglich eine Qualifizierungs-Perspektive schaffen. Profitieren würde jeder zweite Langzeitarbeitslose, der bisher keinen Schulabschluss hat, sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel".

    Wer sich dabei verweigere, muss nach Ansicht des Arbeitsministers auch mit Druck rechnen. "Wie bei allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gibt es die Mitwirkungspflicht", sagte Scholz weiter.

    Kritik an Ländern

    Der Minister will das Nachholen des Schulabschlusses zunächst im Rahmen der allgemeinen Arbeitslosenförderung forcieren. Zugleich plädiert er für einen neuen Rechtsanspruch im Grundgesetz, wo nach jedem das Recht zustehen soll, "jederzeit jeden allgemeinen Bildungsabschluss" nachzuholen. Der Hauptschulabschluss ist in vielen Bundesländern die Eingangsvoraussetzung für Weiterbildung. Kritik übte Scholz an der Bildungspolitik der Länder. Sie hätten es jahrzehntelang hingenommen, dass acht bis zehn Prozent eines Jahrganges die Schule ohne Abschluss verließen.

    Unis sollen sich öffnen

    Der Arbeitsminister bekräftigte zugleich die Forderung der SPD nach Öffnung der Universitäten für Nicht-Abiturienten. Wer eine Lehre gemacht habe und über drei Jahre Berufspraxis verfüge, solle bei entsprechender Eignung auch studieren können. Auch solle die Meisterprüfung bundesweit als Studienvoraussetzung anerkannt werden.

    Teil des Forderungskatalogs

    Der Sprecher des Bundesbildungsministeriums, Elmar König, sagte, die Studienmöglichkeiten für Nicht-Abiturienten gehörten fest zum Forderungskatalog der Bundesregierung für das Spitzengespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länder-Ministerpräsidenten Ende Oktober in Dresden. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe bereite derzeit das von Merkel angestoßene Gespräch über die Weiterentwicklung des deutschen Bildungssystems vor.

    Oettinger warnt Kollegen

    Unterdessen warnte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) seine Amtskollegen in den Ländern, sich durch neue Geldzusagen des Bundes Kompetenzen in der Bildungspolitik abkaufen zu lassen. Oettinger sagte dem "Spiegel": "Wer an der Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik rüttelt, gefährdet die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik - das werden wir nicht zulassen." Dabei sei "die Sorge nicht unbegründet", dass der Bund über den Bildungsgipfel versuchen werde, den Ländern Zuständigkeiten in der Bildungspolitik wieder abzuhandeln, die diese bei der Föderalismus-Reform I vor zwei Jahren hinzugewonnen hatten.

    Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

    Kommentare

    (0)
    Leserbrief schreiben

    Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

    Name
    E-Mail
    Betreff
    Nachricht

    Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

    Artikel versenden

    Empfänger

    Absender

    Name
    Name
    E-Mail
    E-Mail
    Anzeige
    News-Video des Tages
    Bei zweitem Testflug 
    Größtes Luftschiff der Welt kracht zu Boden

    Die Pilotenkanzel des Airlanders wird bei dem Unfall schwer beschädigt. Video

    Anzeige

    Shopping
    tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
    THEMEN VON A BIS Z

    Anzeige
    shopping-portal