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Raketenabwehr: Nato bittet Moskau um Zusammenarbeit

08.12.2011, 11:58 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa

Raketenabwehr: Nato bittet Moskau um Zusammenarbeit. Die Nato will an der Abwehr von Raketen festhalten: Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

Anders Fogh Rasmussen (Quelle: dpa)

Brüssel (dpa) - Die Nato hat Russland erneut Zusammenarbeit bei einer Raketenabwehr für Europa angeboten. "Unser System bedroht weder Russland noch ändert es das strategische Gleichgewicht", so Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

"Da wir vor der gleichen Bedrohung stehen, macht es Sinn, wenn wir bei der Bekämpfung zusammenarbeiten", sagte Rasmussen am Donnerstag in Brüssel beim Beginn von Gesprächen der 28 Nato-Außenminister mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow.

Russland sieht die Nato-Raketenpläne als Gefahr und hat die Stationierung eigener Raketen nahe der Nato-Grenzen angekündigt.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sagte: "Die derzeit verhärtete Sprache darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in der Praxis gute Zusammenarbeit haben." Deshalb werbe er dafür, "bei aller verhärteten Sprache - die vielleicht auch mit der derzeitigen inneren Situation Russlands zu tun hat - die Zusammenarbeit nicht infrage zu stellen, sondern fortzusetzen". Davon dürften "auch gelegentlich schärfere Worte" nicht ablenken.

Der britische Außenminister William Hague sagte, die Ankündigung von Gegenmaßnahmen durch den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew sei "enttäuschend für die Nato" gewesen: "Aber unser Angebot bleibt auf dem Tisch, und wir werden über diese Fragen heute und auch weiterhin geduldig und ruhig reden."

Rasmussen erklärte: "Heute haben bereits 30 Staaten Raketentechnologie oder arbeiten daran. Einige dieser Raketen können bereits Teile des Bündnisgebietes erreichen. Deswegen hat die Nato entschieden, ihre eigene Raketenabwehr zu entwickeln."

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