24.04.2012, 15:28 Uhr | dpa
Berlin (dpa) - Im Streit um das Betreuungsgeld und zusätzliche Rentenleistungen für Eltern hat FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle die Union kritisiert.
Der Vorschlag der CDU, jetzt vier Milliarden Euro in der Rente extra auszugeben, um die 1,2 Milliarden Euro für das Betreuungsgeld freizubekommen, "das scheint mir keine schlüssige Strategie zu sein", sagte Brüderle am Dienstag in Berlin. Täglich neue Sozialleistungen auflegen zu wollen, gefährde die Sanierung des Haushaltes und Deutschlands Vorbildrolle bei der Euro-Rettung.
"Es geht nicht alles", sagte Brüderle an die Adresse des Koalitionspartners. Schwarz-Gelb dürfe jetzt nicht den Fehler machen, sich von neuen Segnungen berauschen zu lassen. "Wenn wir in glänzenden Zeiten nicht die Kraft haben, den Haushalt zu konsolidieren, werden wir nie die Kraft haben." Brüderle zeigte sich zuversichtlich, dass auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neue Ausgaben verhindern werde.
Quelle: dpa
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