Startseite
  • Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

    Wirtschaft fordert bessere Steuerung der Stromproduktion

    ...
    t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

    Vor Energie-Gipfel: Scharfe Kritik an Koalition

    30.04.2012, 10:03 Uhr | dpa

    Wirtschaft fordert bessere Steuerung der Stromproduktion. Der DIHK beklagt eine schlechte regionale Verteilung der erneuerbaren Energien.

    Der DIHK beklagt eine schlechte regionale Verteilung der erneuerbaren Energien. (Quelle: dpa)

    Berlin (dpa) - SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat die Energiepolitik der Bundesregierung scharf angegriffen. "Es hapert an allen Ecken und Enden, diese Energiewende ist ein Desaster", sagte Steinmeier dem "Hamburger Abendblatt".

    "Das Ausstiegskonzept wurde mit heißer Nadel strickt, der Netzausbau kommt nicht in Gang und die Integration der erneuerbaren Energien misslingt", so Steinmeier.

    Steinmeier attackierte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP): "So viel Dilettantismus wie bei Röttgen und Rösler habe ich selten gesehen. Die gesamte Wirtschaft ist deshalb im Aufstand gegen die Bundesregierung." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mache es nicht besser. Das an diesem Mittwoch in Berlin geplante Treffen Merkels mit Vertretern der Energiewirtschaft und diverser Institutionen zur Energiewende werde kein einziges Problem lösen, meinte Steinmeier.

    Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangte eine bessere Steuerung der Stromproduktion. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisierte die Verschwendung von Ressourcen und Geldern durch ungesteuertes Wachstum im Bereich Erneuerbarer Energien. Von 2010 auf 2011 sei der Anteil der Wind- und Solarenergie um 20 Prozent gestiegen, dies allerdings ohne jede regionale Koordination, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das ist unwirtschaftlich und ärgerlich."

    So gebe es im Nordosten Deutschlands eine Überproduktion von Windkraft. Der Strom werde oft gar nicht abgerufen. Der DIHK-Präsident plädierte daher dafür, neue Anlagen mit schwankenden Einspeisungen aus Wind und Sonne nur in Regionen zuzulassen, in denen der Strom auch wirklich nachgefragt werde oder Netze zum Abtransport vorhanden seien. Dagegen gebe es im Süden zu wenig Produktion. Dies müsse durch den Ausbau erneuerbarer Energien sowie herkömmlicher und flexibel zuschaltbarer Kraftwerke ausgeglichen werden.

    Die SPD erwartet, dass die Energieunternehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Spitzengespräch "tüchtig den Kopf waschen". Die Kanzlerin und ihr Umweltminister Norbert Röttgen hätten die Energiewende verschlafen, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann dem Blatt. Der Kraftwerksneubau klappe nicht, der Netzausbau stocke, und die dringend notwendigen Energiespeicher würden nicht entwickelt. "Es ist ein deprimierender Befund", betonte Oppermann.

    Leserbrief schreiben

    Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

    Name
    E-Mail
    Betreff
    Nachricht

    Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

    Artikel versenden

    Empfänger

    Absender

    Name
    Name
    E-Mail
    E-Mail
    Anzeige
    News-Video des Tages
    In der Kampfarena 
    Gewagtes Experiment mit einem Stier

    Der Versuchsleiter will damit beweisen, dass ein Stier nur angreift, wenn er provoziert wird. Video

    Anzeige

    Shopping
    tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
    THEMEN VON A BIS Z

    Anzeige
    shopping-portal