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Wahl in Niedersachsen: Showdown am Schicksalstag

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Wahl in Niedersachsen: Showdown am Schicksalstag

20.01.2013, 17:26 Uhr | t-online.de, dpa

Philipp Rösler (links) und Peer Steinbrück: Für beide könnte die Wahl in Niedersachsen weitreichende Folgen haben  (Quelle: dapd)

Philipp Rösler (links) und Peer Steinbrück: Für beide könnte die Wahl in Niedersachsen weitreichende Folgen haben (Quelle: dapd)

Wenige Minuten vor Schließung der Wahllokale steigt die Nervosität in Niedersachsen. Bei der Landtagswahl wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden schwarz-gelben Koalition von Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Rot-Grün erwartet. Außerdem gilt der Urnengang als Schicksalswahl für FDP-Parteichef Philipp Rösler - und auch Peer Steinbrück muss sich bei einem Misserfolg der SPD darauf gefasst machen, dass seine Kanzlerkandidatur noch stärker unter Beschuss gerät, als ohnehin schon.

Die Wahl ist auch ein wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Sollte die FDP nicht mehr in den Landtag kommen, gelten die Tage von Philipp Rösler als Bundesparteichef als gezählt. Aber auch Debatten um SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück könnten wieder aufflammen, wenn die SPD den Machtwechsel an der Leine verpassen sollte. Experten machen seine Patzer dafür verantwortlich, dass die CDU in den letzten Wochen so stark aufholen konnte.

Letzte Umfragen sahen die beiden Lager nahezu gleich auf. Die Wahl stieß bei den Bürgern zunächst jedoch nur auf verhaltenes Interesse. Bis Sonntagmittag gab erst knapp ein Viertel der Wahlberechtigten die Stimme ab - das ist nur knapp mehr als im Jahr 2008, als die Wahlbeteiligung schon sehr gering war. Damals holte der spätere BundespräsidentChristian Wulff 42 Prozent für die CDU und wurde als niedersächsischer Ministerpräsident bestätigt.

FDP kämpft mit der Fünf-Prozent-Hürde

In Niedersachsen regiert seit zehn Jahren eine schwarz-gelbe Koalition, die seit 2010 von McAllister angeführt wird. McAllister will das Bündnis mit den Liberalen fortsetzen. Die FDP erholte sich in den Umfragen zuletzt nach einer Schwächephase und lag bei der entscheidenden Schwelle von fünf Prozent, die zum Einzug in den Landtag berechtigt. Die CDU erreichte zuletzt in den Umfragen Stimmanteile von knapp über 40 Prozent. Verpasst die FDP den Sprung in den Landtag, hat Rot-Grün aller Voraussicht nach freie Bahn.

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SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil, dessen Partei von den Demoskopen bei etwa 33 Prozent gesehen wurde, kann sich auf die tollen Werte der Grünen verlassen. Diese lagen in den Umfragen bei rund 13 Prozent. Die Linkspartei kam in den meisten Befragungen auf drei Prozent und würde den Sprung ins Parlament damit ebenso verpassen wie die Piraten mit zuletzt ebenfalls drei Prozent.

McAllister übernahm Wulffs Erbe

Bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 hatten die Christdemokraten 42,5 Prozent erreicht, die FDP kam auf 8,2 Prozent. Die SPD erzielte vor fünf Jahren 30,3 Prozent, auf die Grünen entfielen 8,0 Prozent und auf die Linke 7,1 Prozent. Die Piratenpartei war damals nicht angetreten.

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McAllister hatte das Ministerpräsidentenamt 2010 von seinem Parteifreund Christian Wulff übernommen, als dieser Bundespräsident wurde. Herausforderer Weil von der SPD ist seit 2006 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover.

Quelle: t-online.de, dpa

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