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Gauck zu Neonazi-Morden: Aufklärung und Solidarität

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Gauck zu Neonazi-Morden: Aufklärung und Solidarität

29.01.2013, 17:40 Uhr | dpa

Gauck zu Neonazi-Morden: Aufklärung und Solidarität. Joachim Gauck will sich aus erster Hand über den bisherigen Stand der Erkenntnisse des NSU-Untersuchungsausschusses informieren.

Joachim Gauck will sich aus erster Hand über den bisherigen Stand der Erkenntnisse des NSU-Untersuchungsausschusses informieren. (Quelle: dpa)

 

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat eine vollständige Aufklärung der Neonazi-Mordserie gefordert und zur Solidarität mit den Angehörigen der Opfer aufgerufen.

Die Sicherheitsorgane in Deutschland müssten den Schutz aller Bürger garantieren, die in diesem Land lebten, sagte Gauck bei einem Treffen mit den Mitgliedern des Neonazi-Untersuchungsausschusses. Wenn es dabei Defizite gebe, müssten diese benannt werden.

Gauck sagte bei der Begrüßung der Abgeordneten: "Ich bin nicht nur als Bürger, sondern auch als Bundespräsident von Anfang an sehr interessiert an der Aufklärung dieser schrecklichen Mordserie gewesen. Und ich bin interessiert daran, dass die Familien, die zurückgeblieben sind, nicht alleine sind und dass wir ihnen solidarisch beistehen." Er sei dankbar, dass der Untersuchungsausschuss des Bundestages eingerichtet worden sei, sagte Gauck. Am 18. Februar wird er mit Angehörigen der Opfer zusammentreffen.

Die SPD-Obfrau Eva Högl sagte der Nachrichtenagentur dpa nach dem vertraulichen Gespräch: "Es ist ein Signal der Unterstützung und gibt unserer Arbeit einen Schub, den wir gut gebrauchen können." Der Obmann der CDU/CSU-Fraktion, Clemens Binninger, betonte, dem Bundespräsidenten komme eine herausragende Stellung bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus zu. "Seine Stimme hat außerordentliches Gewicht und wird von den Menschen in unserem Land besonders gehört."

Der Ausschuss arbeitet seit einem Jahr die Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle NSU auf. Dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) werden zehn Morde zwischen den Jahren 2000 und 2007 zugerechnet - an neun türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern und einer Polizistin. Polizei und Nachrichtendienste kamen dem Trio jahrelang nicht auf die Spur. Die Bande flog erst im November 2011 auf.

 
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