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Fanmeilen im Visier? Terrorwarnung vor Fußball-Finale

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Fanmeilen im Visier? Terrorwarnung vor Fußball-Finale

25.05.2013, 16:16 Uhr | rtr, sid, dpa, AFP

Fanmeilen im Visier? Terrorwarnung vor Fußball-Finale. Aufbau auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin - das BKA warnt (Quelle: dpa)

Aufbau auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin - das BKA warnt (Quelle: dpa)

 

Nach Informationen des "Tagesspiegel" hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB die deutschen Sicherheitsbehörden vor einem möglichen Anschlag durch Terroristen aus Tschetschenien gewarnt. Zuvor berichteten Medien von einer möglichen Gefährdung der Fanmeilen, auf denen heute Abend Tausende das Champions-League-Finale verfolgen.

Der FSB habe laut SWRinfo eine konkrete Person in Deutschland als möglichen Terroristen benannt. Diese habe das BKA inzwischen identifiziert.

Die Warnung des FSB werde von den Behörden auch deshalb sehr ernst genommen, weil russische Sicherheitsbehörden die USA auf die tschetschenischen Islamisten hingewiesen hatten, die dann Mitte April den Anschlag auf den Marathon in Boston verübten.

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Nach Informationen von "Spiegel Online" hat BKA-Chef Jörg Ziercke den Innenministern von Bund und Ländern in einer vertraulichen Sitzung am Freitag von Hinweisen auf ein möglicherweise geplantes Attentat berichtet. Gefährdet, so Ziercke, seien möglicherweise die Fanmeilen.

Friedrich: keine konkrete Gefährdung

Nach Aussage von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gibt es aber keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne auf Fußball-Fanmeilen.

Die ohnehin hohen Sicherheitsvorkehrungen wurden nach Behördenangaben vom Samstag weder in Dortmund und München noch in Berlin zusätzlich verschärft.

Am Samstagabend treten Borussia Dortmund und Bayern München in London zum Finale der Champions League an. In zahlreichen deutschen Städten wollen Fans die Fußballübertragung auf Großbildleinwänden verfolgen.

Bundesinnenminister Friedrich ging nicht auf die Warnungen Zierckes ein. "Deutschland steht seit längerem im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Anschlagspläne oder Anschlagziele in Deutschland", sagte er am Samstag nach Angaben seines Ministeriums.

"Bei Großereignissen wie dem heutigen Champions-League-Finale in London stehen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern im intensiven Austausch mit ihren europäischen Partnern."

Auch nach Informationen von SWRinfo kam der Hinweis auf eine mögliche Anschlagsplanung vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Es sei aber weder ein konkreter Ort noch eine mögliche Zeit genannt worden, meldete der Sender am Samstag.

Es gebe auch keinen Hinweis, dass irgendein Zusammenhang mit dem Champions-League-Finale bestehen könnte, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Erinnerung an Boston-Anschlag

Ziercke habe gegenüber den Innenministern von einem "ernstzunehmenden Hinweis" gesprochen, hieß es bei "Spiegel Online". Ähnliche Hinweise hätten sich in der Vergangenheit allerdings als falsch herausgestellt. Auch in London herrscht seit Tagen Alarmbereitschaft, nachdem zwei mutmaßliche Islamisten einen britischen Soldaten auf offener Straße ermordet hatten.

Auf der Berliner Fanmeile zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule erwartet der Veranstalter mehrere Zehntausend Menschen. Die Polizei wollte sich zunächst nicht zu Einzelheiten der Sicherheitsmaßnahmen äußern. Taschenkontrollen zum Beispiel gehörten bei Großveranstaltungen zur Routine, sagte ein Polizeisprecher. "Wir bewegen uns in Berlin bei der Sicherheit grundsätzlich auf einem hohen Niveau."

Die Dortmunder Polizei sieht keine Gefahren beim Public Viewing in der Stadt. Die Sicherheitsmaßnahmen seien seit Freitag nicht noch einmal verstärkt worden, weil sie sowieso schon hoch seien. "Wir haben von vornherein eine sichere Veranstaltung geplant", sagte Polizeisprecher Gisbert Hoffmann am Samstag in Dortmund. Auch in München sind nach Aussage der Polizei keine zusätzlichen Kontrollen geplant.

In München müssen Fußball-Fans bei den Public-Viewing-Veranstaltungen nicht mit verschärften Kontrollen rechnen. «Es gibt keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr, nicht in Deutschland und schon gar nicht in Bayern», sagte Oliver Platzer, Sprecher des bayerischen Innenministeriums.

 
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