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Barack Obama in Berlin: So läuft der Besuch ab

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Obama-Besuch in Berlin: So läuft er ab

17.06.2013, 16:31 Uhr | AFP, dpa

Barack Obama in Berlin: So läuft der Besuch ab. US_Präsident, Barack Obama, Berlin-Besuch (Quelle: AP/dpa)

US-Präsident Barack Obama beim Verlassen der Air Force One. Am Dienstag Abend wird er nach Berlin fliegen. (Quelle: AP/dpa)

Auf diesen Gast hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lange warten müssen: Erstmals seit seinem Amtsantritt im Januar 2009 wird US-Präsident Barack Obama am Dienstag und Mittwoch Berlin besuchen. Höhepunkt wird am Mittwochnachmittag eine Rede am Brandenburger Tor sein. Erwartet werden dazu 4000 geladene Gäste.

Obama soll am Dienstagabend nach dem G8-Gipfel in Nordirland eintreffen. Am Mittwoch geht es zunächst ins Schloss Bellevue, wo ihn Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren empfangen wird. Im Kanzleramt stehen dann ein Gespräch mit Merkel, eine gemeinsame Pressekonferenz und ein Mittagessen unter vier Augen auf dem Programm.

Berlin, Barrack Obama (Quelle: dpa)So sehen die geplanten Stationen des Obama-Besuchs in Berlin aus. (Quelle: dpa)

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Auch den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wird Obama treffen, nach Agenturangaben am Nachmittag in einer Bank am Brandenburger Tor. Abends ist noch ein Abendessen mit geladenen Gästen in Schloss Charlottenburg geplant, bevor sich Obama auf den Heimflug nach Washington macht. Begleitet wird er von seiner Ehefrau Michelle und vermutlich auch von den beiden gemeinsamen Töchtern.

Enorme Erwartungen an Rede vorm Brandenburger Tor

Wenn US-Präsident Barack Obama die Bühne am Brandenburger Tor betritt, können sich die Deutschen auf eine große Rede freuen. Fachleute in Amerika erwarten "hochfliegende Rhetorik" und die "nostalgische Beschreibung" der transatlantischen Beziehung.

"Berlin war schon immer eine Quelle der Inspiration für amerikanische Präsidenten, und es gibt enorme Erwartungen an die Ansprache", sagt die Europa-Expertin des "US-Thinktanks Center for Strategic and International Studies", Heather Conley. "Und dieser Präsident enttäuscht nie in einer großen Rede."

Obama dürfte gute Erinnerungen an Berlin haben: Als Präsidentschaftskandidat der Demokraten hielt er im Juli 2008 an der Siegessäule in Berlin vor 200.000 Menschen eine umjubelte Rede.

Ursprünglich wollte Obama schon damals vor dem Brandenburger Tor sprechen, Merkel hatte sich aber gegen den Auftritt eines Wahlkämpfers vor der historischen Kulisse gewandt. Die CDU-Politikerin empfing den Kandidaten im Kanzleramt. Dennoch lag der Verdacht nahe, dass diese Erfahrung einen früheren Berlin-Besuch verhindert haben könnte.

"Merkel ist der letzte Fels in der Brandung"

Nun scheint das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA wieder enger zu werden, davon gehen amerikanische Experten aus. "Berlin und Washington haben weitgehend die gleichen Interessen", sagte der Europa-Berater in der früheren US-Regierung von Präsident Bill Clinton, Charles Kupchan.

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Dabei gehe es vor allem um die ökonomische Zusammenarbeit. Da US-Präsident Barack Obama die Erholung der US-Wirtschaft zum Kern seiner zweiten Amtszeit gemacht habe, wolle er durch ein Abkommen den Handel mit Europa ausbauen.

"Da Deutschland die einflussreichste Nation in Europa ist", wende sich Obama besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu, sagte Kupchan. "Großbritannien hat sich von der EU distanziert, die französische Regierung ist schwach, und Italien hat nicht mehr den gleichen Einfluss wie unter (Ex-Ministerpräsident Mario) Monti. Merkel ist in gewisser Weise der letzte Fels in der Brandung."

Rückbesinnung auf transatlantische Beziehungen

Auch insgesamt besinne sich der US-Präsident wieder mehr auf seine transatlantischen Partner. "Obamas Ansichten haben sich verändert. Als er ins Amt kam, war er an anderen Teilen der Welt interessiert. In gewisser Weise wollte er ein post-atlantischer Präsident sein", sagte Kupchan.

Doch Obama habe gelernt, dass gerade in Sicherheitsfragen die Zusammenarbeit mit aufstrebenden Staaten schwierig sei. Europa erweise sich aus US-Sicht als verlässlicher.

Seit 1945 kam jeder der zwölf US-Präsidenten nach Deutschland. Viele Besuche gerieten schnell in Vergessenheit, einige erlangten aber historische Bedeutung: John F. Kennedy war der erste Präsident, der Berlin nach dem Mauerbau besuchte. Seine berühmte "Ich bin ein Berliner"-Rede vor dem Rathaus Schöneberg schrieb er Geschichte.

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