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Gabriel unterstützt Autoindustrie: Gegen Enddatum für Diesel

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Gegen Enddatum für Diesel  

Gabriel stärkt Autoindustrie den Rücken

19.09.2017, 12:33 Uhr | dpa

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat mit einem klaren Votum gegen ein Enddatum für Verbrennungsmotoren der deutschen Auto-Industrie den Rücken gestärkt. (Screenshot: Reuters)
Sigmar Gabriel stärkt der Autoindustrie den Rücken

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat mit einem klaren Votum gegen ein Enddatum für Verbrennungsmotoren der deutschen Auto-Industrie den Rücken gestärkt.

Außenminister Sigmar Gabriel sprach sich am Rande der IAA klar gegen ein Enddatum für Verbrennungsmotoren aus. (Quelle: t-online.de)


Vizekanzler Sigmar Gabriel hat mit einem klaren Votum gegen ein Enddatum für Verbrennungsmotoren der deutschen Auto-Industrie den Rücken gestärkt.

"Wir müssen aufhören, über Probleme der Diesel von gestern zu reden", sagte der Sozialdemokrat am Dienstag bei einem Kongress am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt. Es komme darauf an, dass sich die deutschen Autohersteller zu Mobilitätsanbietern wandelten und beim Antrieb gute Brückentechnologien anböten. Die Grundlagen des deutschen Wohlstandes dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.

"Auch das Auto der Zukunft muss aus Deutschland kommen", forderte Gabriel. Er verwies auf das Umwelt-Potenzial von synthetisch hergestellten Kraftstoffen und Erdgas. Beim weiteren Ausbau der Elektromobilität seien "massive Investitionen" vor allem in die Verteilernetze notwendig. Bislang sei der Ausbau "mehr als mangelhaft", erklärte der frühere Bundeswirtschaftsminister.

Gegen Einführung einer "blauen Plakette"

Im Gegensatz zum Kongress-Mitveranstalter IG Metall sprach er sich gegen die Einführung einer "blauen Plakette" für besonders saubere Autos aus. Das berge erhebliche Risiken und würde die Verunsicherung der Kunden weiter steigern. Fahrverbote in den Städten müssten anders verhindert werden, weil sie sozial Schwache benachteiligten, die sich ein Leben in den Stadtzentren und neue Autos nicht leisten könnten.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann verlangte von der Politik, für den Ausbau der Infrastruktur zu sorgen. Entsprechende Netze zur Stromerzeugung, –speicherung und -verteilung seien die fundamentale Voraussetzung für klimaneutrale Autos, die dann vom Publikum akzeptiert würden.

"Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller maßgeblichen Akteure ist ein relevanter Elektromobilitäts-Anteil von 20 bis 25 Prozent in Europa zu erreichen", erklärte Hofmann laut Redemanuskript. Die Elektromobilität werde die Automobilproduktion in allen maßgeblichen Bereichen wesentlich verändern.

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