08.01.2013, 13:14 Uhr | t-online.de, dpa
Deutschland rüstet die Türkei auf: Die ersten Bundeswehr-Soldaten sind von Eindhoven aus in die südtürkische Stadt Adana aufgebrochen. Gleichzeitig begann im Hafen von Lübeck-Travemünde die Verschiffung von gut 300 Fahrzeugen und 130 Containern mit militärischer Ausrüstung.
Ziel ist die Stadt Kahramanmaras im Süden der Türkei. Dort sollen bis zu 350 Soldaten den NATO-Partner mit "Patriot"-Abwehrraketen vor Angriffen aus Syrien schützen. Die Türkei gilt als das am meisten bedrohte Nachbarland des seit fast zwei Jahren anhaltenden innersyrischen Konflikts. An der Operation zum Schutz der Infrastruktur beteiligen sich neben Deutschland auch die USA und die Niederlande.
Die drei Länder entsenden jeweils zwei Raketenabwehrstaffeln, die rund 100 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt stationiert sein werden. Da die Reichweite der "Patriots" bei 68 Kilometern liegt, können sie von ihrem künftigen Standort Syrien nicht erreichen.
Es handelt sich daher um einen rein defensiven Einsatz, eine Grundbedingung, die der Bundestag Mitte Dezember mit dem Beschluss gestellt hatte. Das Mandat ist zunächst bis Februar 2014 begrenzt und auch die Überwachung des türkischen Luftraums mit Awacs-Aufklärungsflugzeugen. Die Kosten beziffert die Bundesregierung auf etwa 25 Millionen Euro.
"Der Einsatz ist ein deutliches Signal für die Solidarität innerhalb der NATO", sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Rainer Glatz. "Wir haben die Solidarität der Nato im Kalten Krieg erfahren, und jetzt können wir diese auch der Türkei geben."
Für die deutschen "Patriot"-Staffeln ist es nach zahlreichen Übungsmanövern der erste Einsatz. Bislang gab es aus Syrien noch keinen Raketen-Angriff auf die Türkei. Durch syrische Granaten wurden allerdings mehrere Menschen getötet.
"Patriot" gilt als das modernste westliche Flugabwehrsystem und wird in weltweit knapp 80 Länder exportiert. Allein die USA, Deutschland und die Niederlande verfügen über die aktuellsten Modelle.
In der neuesten Konfiguration können auch ballistische Raketen mit einer Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer abgefangen werden. Eine solche Feuereinheit besteht aus einem Feuerleitstand, einem Multifunktionsradar und aus bis zu acht Startgeräten mit vier oder acht Lenkflugkörpern pro Startgerät.
08.01.2013, 13:14 Uhr | t-online.de, dpa
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