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Philipp Rösler sollte nach Umfrage als Parteichef abdanken

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FDP-Wähler halten Brüderle für den besseren Parteichef

02.01.2013, 13:17 Uhr | dapd, AFP

Philipp Rösler sollte nach Umfrage als Parteichef abdanken. Wie lange kann sich Philipp Rösler noch an der FDP-Spitze halten? (Quelle: dapd)

Wie lange kann sich Philipp Rösler noch an der FDP-Spitze halten? (Quelle: dapd)

Das Ansehen von FDP-Chef Philipp Rösler erreicht kurz vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart einen neuen Tiefpunkt. In einer aktuellen Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" sind 76 Prozent der FDP-Wähler der Ansicht, dass Fraktionschef Rainer Brüderle der bessere Parteivorsitzende wäre. Nur acht Prozent halten zu Rösler.

Foto-Serie: Philipp Rösler, der ungewöhnliche Liberale

Unter den Bürgern insgesamt sind 38 Prozent der Ansicht, Brüderle wäre der bessere Parteichef. 28 Prozent glauben nicht, dass Brüderle es besser machen würde.

Entscheidet die Niedersachsen-Wahl über Röslers Schicksal?

Die Liberalen wollen auf ihrem traditionellen Dreikönigstreffen am Sonntag die Weichen für das Wahljahr 2013 stellen. Die Partei liegt in Umfragen seit Monaten um fünf Prozent und muss um ihren Wiedereinzug in den Bundestag fürchten. Für das Tief wird auch Parteichef Rösler verantwortlich gemacht. Sein Schicksal an der FDP-Spitze könnte auch davon abhängen, ob den Liberalen am 20. Januar bei der Wahl in Niedersachen der Wiedereinzug in den Landtag gelingt.

Nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner ist die Aussagekraft von Landtagswahlen für den Bund allerdings begrenzt. Dem "Stern" sagte er, vor der Bundestagswahl 1994 sei die FDP bei fünf Landtagswahlen gescheitert. Dennoch habe sie im Bund dann 6,9 Prozent geholt.

Homburger fordert Ende der Personaldebatte

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Birgit Homburger ruft ihre Partei zu Geschlossenheit auf und fordert ein Ende der Personaldebatte über Rösler. "Es geht nicht um Ämter, sondern um Inhalte. Wir werden in Stuttgart deutlich machen, dass wir alle an einem Strang ziehen", sagte Homburger der "Rheinischen Post".

Damit zielte Homburger auf Äußerungen von Entwicklungsminister Dirk Niebel, der Parteichef Philipp Rösler als Spitzenkandidat infrage gestellt hatte. Wahlkämpfe könne man nur bestreiten, wenn man als geschlossene Formation aufs gegnerische Tor spiele, sagte die Vorsitzende der baden-württembergischen FDP.

Homburger warb für eine klare inhaltliche Botschaft im Wahljahr. "Es braucht eine Partei, für die Wachstum und Wettbewerb keine Schimpfworte sind. Es braucht eine Partei, die für Haushaltskonsolidierung durch Einsparungen und Investitionen in Bildung und Forschung eintritt. Es braucht eine Partei, die auf Leistungsgerechtigkeit und Chancen für jeden setzt."

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Ob die Niedersachsen-Wahl eine Schicksalswahl für Parteichef Rösler sein werde, wollte Homburger nicht kommentieren. "Es kommt aufs Team an, in dem Philipp Rösler als Bundesvorsitzender an der Spitze steht."

Schäffler will eine Neuausrichtung der Partei

FDP-Vorstandsmitglied Frank Schäffler fordert indes eine radikale Neuausrichtung der Freidemokraten: Ihre "Formschwäche" sei weniger personell als inhaltlich begründet, sagte der Bundestagsabgeordnete der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die FDP müsse "Reden und Handeln besser in Einklang" bringen als in der Vergangenheit.

"Die FDP muss die Partei der Selbstverantwortung in einer Landschaft voller Staatsparteien sein." Der Staat müsse Freiheit, Recht und Eigentum schützen - viel mehr aber auch nicht. Dies sei eine liberale Kernposition und das Gegenteil der Ziele von rechten wie linken Parteien, die jeweils einen bevormundenden Staat wollten.

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