Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Parteien >

Sexismus-Debatte: Erika Steinbach hält Journalistin für scheinheilig

...

Sexismus-Debatte: Erika Steinbach hält Journalistin für scheinheilig

29.01.2013, 08:31 Uhr | dapd, dpa, t-online.de

Sexismus-Debatte: Erika Steinbach hält Journalistin für scheinheilig. Die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (Quelle: dapd)

CDU-Politikerin Erika Steinbach hält die Sexismus-Debatte für "überzogen" (Quelle: dapd)

CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach wirft der Journalistin, deren Vorwürfe gegen den FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle die Sexismus-Debatte ausgelöst hat, Scheinheiligkeit vor. Sie schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Die Welt wäre ohne flirtwillige Männer ziemlich öde. Eine Journalistin die ein Jahr braucht, um sich zu empören ist scheinheilig".

Der Zeitung "Die Welt" sagte Steinbach in einem Interview: "Wenn das der Journalistin nach einem Jahr einfällt, dann sitzt sie aber auf ihrer Leitung. Warum hat sie nichts früher gesagt?" Ihrer Ansicht nach ist das Motiv der Journalistin "pures politisches Kalkül", damit solle jemand "stigmatisiert werden".

Steinbach: Auch Männer werden Opfer sexueller Belästigung

Es werde verkannt, dass auch Männer unter sexueller Belästigung von Frauen leiden, sagte die CDU-Politikerin in dem Interview. "Lassen Sie doch die Männer einmal ihre Erlebnisse schildern", sagte Steinbach.

Top-Nachrichten
Unsere wichtigsten Themen

So sei ihr Ehemann, ein Dirigent, von Frauen belästigt worden. "Es gab Frauen, die haben jeden zweiten Tag sechs Seiten lange Briefe geschrieben," sagte Steinbach und fügte hinzu: "Sie können sich gar nicht ausmalen, wozu auch Frauen in der Lage sind."

Frauen können ein Stoppschild setzen

Die derzeitige Debatte über Sexismus gegenüber Frauen halte sie für "völlig überzogen", sagte sie und argumentierte: "Als Frau habe ich jederzeit die Möglichkeit, ein Stoppschild zu setzen."

Die Diskussion war durch ein Porträt der '"Stern"-Journalistin Laura Himmelreich über Brüderle ausgelöst worden. Darin schildert sie eine Situation vor gut einem Jahr, bei der der 67-Jährige auf ihre Brüste geschaut und gesagt haben soll: "Sie können ein Dirndl auch ausfüllen." Mitte des Monats hatte schon eine Autorin von "Spiegel Online" über Diskriminierung durch Mitglieder der Piratenpartei berichtet.

Seit Beginn der Debatte um die angeblich sexistischen Äußerungen Brüderles gingen bei Twitter Zehntausende sogenannte Tweets unter dem Schlagwort (Hashtag) #Aufschrei ein. Am Wochenende flossen pro Minute bis zu zehn Tweets zu dem Thema in das soziale Netzwerk ein.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Keine andere Wahl 
Motor kaputt: Helikopterpilot riskiert alles

Dem Pilot bleibt nichts anderes übrig, als den riskanten Plan in die Tat umzusetzen. Video

Anzeige
Kaum zu glauben 
Enges Flugmanöver kurz vor berüchtigter Landebahn

Etwa 8,5 Millionen Passagiere im Jahr nutzen den Flughafen in Rio de Janeiro. mehr

Drei-Tages-Wettervorhersage

Anzeige


Anzeige