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    Laura Himmelreich: Kein "Sorry" von Brüderle in Sexismus-Affäre

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    Sexismus-Vorwürfe: Brüderle lehnt Entschuldigung ab

    31.01.2013, 10:25 Uhr | dpa, dapd

    Laura Himmelreich: Kein "Sorry" von Brüderle in Sexismus-Affäre. Rainer Brüderle beim Pressefrühstück am Mittwoch. (Quelle: dpa)

    Rainer Brüderle beim Pressefrühstück am Mittwoch. (Quelle: dpa)

    FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat eine öffentliche Klarstellung oder Entschuldigung gegenüber der "Stern"-Journalistin Laura Himmelreich abgelehnt. "Ich bitte einfach, meine persönliche Entscheidung zur Kenntnis zu nehmen", sagte Brüderle auf entsprechende Nachfragen bei einem Pressetermin in Berlin, an dem auch Himmelreich teilnahm.

    Die Reporterin hatte in einem Bericht geschildert, wie Brüderle sich ihr gegenüber im Jahr 2012 beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart angeblich anzüglich geäußert hatte.

    Auf weitere Nachfragen von Journalisten meinte Brüderle nun, es sei in der Demokratie legitim, dass öffentliche Diskussionen geführt werden. "Sexismus ist eine Debatte, die läuft." Zum konkreten Fall werde er aber nichts sagen. "Ich habe mich bisher nicht zu dem Thema geäußert und werde das auch nicht tun."

    Alice Schwarzer übt scharfe Kritik an Kubicki

    Unterdessen hat die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer den FDP-Politiker Wolfgang Kubicki für seine Reaktion auf die Sexismus-Debatte scharf kritisiert. Die Aussage, er wolle künftig keine Journalistinnen mehr als Wahlkampfbegleitung in seinem Fahrzeug mitnehmen, sei "wahrlich bedrohlich", schrieb sie in einem Artikel für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

    Der Fraktionschef der FDP in Schleswig-Holstein fordere damit quasi ein "Berufsverbot für Journalistinnen". "Müssen Journalistinnen also jetzt Burka tragen, um noch Männer interviewen zu können?", schreibt die Verlegerin der Frauenzeitschrift "Emma" in dem Blatt.

    Gysi: "Ein Flirt muss gestattet sein"

    Linksfraktionschef Gregor Gysi hält die gesellschaftliche Debatte über das Thema Sexismus für notwendig. Vor allem in Unternehmen drückten sich "Herrschaftsverhältnisse" auch in sexistischer Form aus. Männer nutzten in Firmen nicht selten ihre Macht gegenüber Frauen aus, sagte Gysi vor Journalisten in Berlin.

    Er wandte sich allerdings gegen "Überreaktionen" infolge der Vorwürfe gegen den FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle und betonte: "Ein Flirt muss gestattet sein." Jedoch müsse jeder merken, wann eine Grenze überschritten sei. Er sehe keinen Grund für sich selbst, sein Verhalten gegenüber Journalisten nun zu ändern. Er könne aber auch Maß halten, betonte Gysi.

    Gysi sagte, er könne den konkreten Vorfall beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart nicht genau beurteilen. Ob eine Entschuldigung angebracht sei, müsse Brüderle daher schon selbst wissen.

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