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    Guido Westerwelle rechnet mit sich selbst ab

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    Westerwelles Selbstabrechnung

    22.03.2013, 16:59 Uhr

    Guido Westerwelle rechnet mit sich selbst ab. Der frühere FDP-Parteichef Guido Westerwelle gibt "Fehler und Unzulänglichkeiten" zu (Quelle: dpa)

    Der frühere FDP-Parteichef Guido Westerwelle gibt "Fehler und Unzulänglichkeiten" zu (Quelle: dpa)

    Außenminister Guido Westerwelle hat eine Mitverantwortung für den Ansehensverlust der FDP eingeräumt. Zu deren Absturz in den Umfragen hätten zweifelsohne auch seine "Fehler und Unzulänglichkeiten" beigetragen.

    Das sagte der Ex-Parteichef der "Süddeutschen Zeitung".

    Besonders bereue er eine Interviewaussage, in der er den Missbrauch des Sozialstaats mit "spätrömischer Dekadenz" in Verbindung gebracht habe. "Darüber gräme ich mich heute noch", sagte Westerwelle. "Hätte ich das gewusst, was die beiden Worte auslösen, hätte ich es gelassen."

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    Auch Alkohol im Spiel

    Westerwelle stufte es auch als Fehler ein, dass er am Tag nach der Bundestagswahl 2009 einen BBC-Journalisten öffentlich aufgefordert hatte, seine Fragen auf Deutsch zu stellen. Bei seinem Verhalten damals habe wohl auch der Alkohol eine Rolle gespielt: "Ich war völlig übermüdet nach einer Siegesfeier, die bis vier Uhr morgens ging und bei der nicht nur Endorphine im Spiel waren, sondern auch Dinge, die man in Promille misst", sagte Westerwelle. "Das hat mich ein Jahr lang geärgert."

    Dass ihn die FDP vor zwei Jahren vom Parteivorsitz verdrängte, habe er inzwischen verkraftet, sagte Westerwelle. "Die Partei war mit mir durch und ich mit dem Parteivorsitz", sagte er. "So einfach ist das."

    "Mit allen PS in den Wahlkampf"

    Die Umstände seiner Ablösung seien "nicht erfreulich" gewesen. "Und natürlich hat man eine Zeit lang auch Phantomschmerzen", fügte Westerwelle hinzu. Es sei dann aber ein "sehr befreites und beglückendes Gefühl" gewesen, nur noch Außenminister zu sein.

    Westerwelle räumte ein, kurz mit einem Ausstieg aus der Politik geliebäugelt zu haben. Er sei aber von Parteifreunden aufgefordert worden weiterzumachen. "Damit war klar, dass ich ab Sommer mit allen PS in den Wahlkampf ziehe."

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