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CSU bald bundesweit? Umfrage findet Wähler-Zustimmung

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Mehr dafür als dagegen  

Bundesweite CSU könnte auf viele Stimmen hoffen

08.05.2016, 15:23 Uhr | dpa, t-online.de

CSU bald bundesweit? Umfrage findet Wähler-Zustimmung. Wirft CSU-Chef Horst Seehofer seinen Schatten bald über ganz Deutschland? Eine bundesweite CSU würde laut einer Umfrage die Zustimmung der Wähler finden. (Quelle: dpa)

Wirft CSU-Chef Horst Seehofer seinen Schatten bald über ganz Deutschland? Eine bundesweite CSU würde laut einer Umfrage die Zustimmung der Wähler finden. (Quelle: dpa)

Bisher können nur Wahlberechtigte mit einem Wohnsitz in Bayern die CSU wählen. In allen anderen Bundesländern steht die CDU zur Auswahl. Eine Umfrage zeigt, dass es sich für die CSU durchaus lohnen könnte, bundesweit anzutreten.

Selbst in der Union, aber auch vor allem unter AfD-Anhängern überwiegt die Zustimmung die Ablehnung, wie eine repräsentative Befragung des Instituts infratest dimap für die ARD-Reportage-Reihe "#Beckmann" ergab.

Fast die Hälfte der befragten Wahlberechtigten (45 Prozent) gab den Zahlen zufolge an, sie fände eine bundesweite Wählbarkeit der Christsozialen "gut". 40 Prozent fänden dies "nicht gut". Unter Unionsanhängern betragen die Werte 49 Prozent für und 43 Prozent gegen die deutschlandweite Wählbarkeit.

Deutlich wird auch ein Ost-West-Gefälle: In den neuen Bundesländern findet die Idee mehr Befürworter (52 Prozent) als in den westlichen Bundesländern (43 Prozent). Damit einher geht auch folgender Aspekt: Mehr als zwei Drittel der befragten AfD-Anhänger (68 Prozent) sind dafür, dass die CSU künftig in ganz Deutschland wählbar ist.

Bundesweite CSU kein ganz neuer Gedanke

Ideen für die bundesweite Ausdehnung der CSU hat es in vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben - jedoch oft weniger aus der Partei selbst heraus, als vielmehr aus Unterstützerkreisen. Deshalb erstarben solche Initiativen meist in einem frühen Stadium.

1976 drohte das Bündnis von CDU und CSU dagegen tatsächlich einmal zu zerbrechen. Der sogenannte Kreuther Trennungsbeschluss war die Folge eines Machtkampfs zwischen den Parteivorsitzenden Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß nach der verlorenen Bundestagswahl 1976. Die CSU ruderte wenig später zurück, da die CDU damit gedroht hatte, in Bayern einen eigenen Landesverband zu gründen. Teil des geschlossenen Kompromisses war die Kanzlerkandidatur von Strauß bei der Bundestagswahl 1980, die aber erneut verloren ging.

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