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Martin Schulz: SPD holt dank "Schulz-Effekt" in Umfrage deutlich auf

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Abstand zur Union halbiert  

"Schulz-Effekt": SPD holt in Umfrage deutlich auf

01.02.2017, 10:18 Uhr | dpa, t-online.de

Martin Schulz: SPD holt dank "Schulz-Effekt" in Umfrage deutlich auf. Martin Schulz beschert seiner SPD einen Aufschwung. (Quelle: dpa)

Martin Schulz beschert seiner SPD einen Aufschwung. (Quelle: dpa)

Der Kanzlerkandidat der SPD steht fest - und sorgt für einen Aufschwung in den Umfragen. Im neuen Wahltrend sind die Sozialdemokraten dank der Nominierung von Martin Schulz so stark wie seit der Bundestagswahl 2013 nicht mehr.

Im "Stern"-RTL-Wahltrend klettert die SPD im Vergleich zur Vorwoche von 21 auf 26 Prozent. Damit hat die Partei innerhalb einer Woche den Abstand zu CDU/CSU nahezu halbiert, denn die Union verliert zwei Prozentpunkte und kommt nun auf 35 Prozent.

Auch die Grünen büßen zwei Punkte ein und liegen jetzt mit 8 Prozent einen Punkt hinter der Linken, die weiterhin ihre 9 Prozent behauptet. Die AfD verschlechtert sich um einen Punkt auf 11 Prozent, während die FDP nach wie vor bei 6 Prozent verharrt. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent. 

Martin Schulz spricht über Tiefpunkte und sein Selbstbild. (Quelle: dbate)
Martin Schulz spricht über Tiefpunkte und sein Selbstbild

Viele kennen den Kanzlerkandidaten der SPD in erster Linie in seiner Rolle als EU-Parlamentspräsident – und als Mann klarer Worte.

Martin Schulz spricht über Tiefpunkte und sein Selbstbild.

(Quelle: dbate)


"Schulz-Effekt" stärker als "Steinbrück-Effekt"

Der "Schulz-Effekt" ist stärker als der durch die Nominierung von Peer Steinbrück im Oktober 2012. Damals hatte die SPD um vier Prozentpunkte zugelegt. Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt das mit einer höheren Mobilisierung: "Ein Teil der von der SPD ins Lager der Nichtwähler und Unentschlossenen abgewanderten früheren Wähler hat nun wieder zurückgefunden."

So stark wie jetzt waren die Sozialdemokraten zuletzt bei der Bundestagswahl 2013, als sie auf 25,7 Prozent der Stimmen kamen.

Auch in der Kanzlerpräferenz holt Martin Schulz auf. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich 33 Prozent der Wahlberechtigten für Martin Schulz entscheiden und 42 Prozent für Angela Merkel. Vor Schulz' Nominierung hatten sich in den ersten Januar-Wochen zwischen 14 und 17 Prozent für Sigmar Gabriel ausgesprochen und zwischen 50 und 53 Prozent für Angela Merkel. 45 Prozent der SPD-Anhänger wünschten sich Gabriel als Kanzler, für Schulz würden 72 Prozent votieren.

Kaum Chancen gegen Merkel 

In einer weiteren Forsa-Umfrage ging es darum, wie die Deutschen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass Martin Schulz bei der Bundestagswahl im kommenden September Angela Merkel im Kanzleramt ablösen könnte. 28 Prozent - darunter 42 Prozent der SPD-Anhänger - meinen, dass es Schulz gelingen könnte, Bundeskanzler zu werden. Eine klare Mehrheit von 61 Prozent allerdings ist der Auffassung, dass Angela Merkel auch weiterhin Kanzlerin bleibt. Selbst von den SPD-Anhängern erwartet mehr als die Hälfte (52 Prozent) keinen Sieg von Schulz.

83 Prozent aller Wahlberechtigten sind der Meinung, dass Merkel Deutschland im Ausland besser vertreten kann als Schulz (61 Prozent). 75 beziehungsweise 74 Prozent halten Merkel für kompetenter und führungsstärker als Schulz (58 Prozent beziehungsweise 54 Prozent). 60 und mehr Prozent finden sie sympathisch und glaubwürdig und denken, dass sie die Probleme des Landes kennt und auch wirtschaftlich beschlagen ist.

In zwei wichtigen Kategorien führt allerdings Schulz vor Merkel: 41 Prozent nehmen ihm ab, dass er auf der Seite der "kleinen Leute" steht - Merkel kommt hier nur auf 31 Prozent. Und 49 Prozent sagen, dass Schulz eine geschlossene Partei hinter sich hat, von Merkel meinen das nur 28 Prozent.

Für den Wahltrend befragte das Forsa-Institut vom 23. bis 27. Januar 2017 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Für die Erhebungen zu Merkel und Schulz wurden am 26. und 27. 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

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