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Nasa testet Raketenteil aus dem 3D-Drucker

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Erfolgreicher Nasa-Test

Raketenteil aus dem 3D-Drucker

28.08.2013, 12:41 Uhr | dpa

Experiment der Nasa mit Triebwerk aus 3D-Drucker (Quelle: dpa)

Das Bild zeigt das Experiment der Nasa mit dem Triebwerk (Quelle: dpa)

Stoßstangen, Prothesen oder Pistolen: Mit Hilfe von 3D-Druckern können ganz unterschiedliche Teile hergestellt werden. Jetzt hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa erfolgreich ein so produziertes Triebwerksteil getestet.

Die Einspritzdüse sei das bislang größte geprüfte Raketentriebwerksteil aus einem 3D-Drucker, teilte die Nasa in Washington mit.

Kosten der Flug-Ausrüstung können reduziert werden

Bei dem Test seien flüssiger Sauerstoff und gasförmiger Wasserstoff durch die Düse geleitet und eine sehr starke Antriebskraft erzeugt worden. Die aus zwei ausgedruckten Einzelteilen zusammengesetzte Düse besteht aus einem Pulvergemisch aus Nickel und Chrom, das ein Laser zuvor in einem 3D-Drucker verschmolzen hatte.

"Dieser erfolgreiche Test bringt uns einen großen Schritt weiter zu beweisen, dass diese innovative Technologie benutzt werden kann, um die Kosten der Flug-Ausrüstung zu reduzieren", sagte Nasa-Manager Chris Singer.

Wie eine Computer-gesteuerte Heißklebepistole

Die 3D-Druck-Technologie gibt es schon seit Längerem. So produzieren Autohersteller oder Luftfahrtunternehmen auf diese Weise Stoßstangen oder Flugzeugteile auf Basis von Kunststoff oder Metallen wie etwa Titan. Durch die neuen Möglichkeiten der Formgebung sind die Bauteile sehr leicht und gleichzeitig extrem stabil.

Auch die Nasa benutzt die Drucker schon länger. Die einfachsten Modelle funktionieren wie eine vom Computer gesteuerte Heißklebepistole. Eine Heizdüse lässt das Ausgangsmaterial schmelzen und presst es in dünnen Schichten übereinander. So türmen sich die einzelnen Lagen nach und nach zu einem Objekt auf.

Bauplan für eine Pistole veröffentlicht

Für Aufsehen sorgte im Mai ein Student aus Texas, der im Internet den Bauplan für eine Pistole aus dem 3D-Drucker veröffentlichte. Weil die Waffe mit dem Namen "Liberator" (Befreier) fast vollständig aus Kunststoff bestand, hätte sie möglicherweise Sicherheitsschleusen etwa an Flughäfen unbemerkt passieren können. Auf Druck der US-Sicherheitsbehörden wurde die Anleitung aus dem Internet entfernt.

3D-Drucker und was alles in 3D gedruckt wird

28.08.2013, 12:41 Uhr | dpa

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