09.04.2012, 10:16 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa
Hamburg (dpa) - Israels Einreiseverbot gegen Günter Grass stößt weiter auf Kritik. Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, nannte die Maßnahme übertrieben und populistisch. Er glaube, dass Israels Innenminister gar nichts von Deutschland verstehe, sagte Primor in den ARD-«Tagesthemen». Für ihn sei Grass kein Antisemit. Zugleich kritisierte der Diplomat aber auch Grass' israelkritisches Gedicht. Die darin geäußerte Behauptung, Israel wolle den Iran auslöschen, sei lächerlich. Innenminister Eli Jischai hatte Grass gestern zur unerwünschten Person erklärt.
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa
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