01.02.2013, 10:39 Uhr | dpa
Wien/Braunau (dpa) - Seit mehr als einem Jahr steht das Geburtshaus von Adolf Hitler im oberösterreichischen Braunau leer. Jetzt könnte dort bald ein Sozialzentrum entstehen.
Die Stadt habe nachgefragt, ob sie dort nicht Verwaltungsräume einrichten wollten, bestätigte die Geschäftsführerin der Volkshilfe, Elfriede Kronberger, einen Bericht der Zeitung "Kurier" am Donnerstag. Sie habe das Haus aber noch nicht besichtigt und wisse nicht, ob es sich überhaupt eigne: "Es gehört sicher renoviert."
Seit dem Auszug der Behindertenhilfe wird um die Nutzung des gelb gestrichenen zweistöckigen Gebäudes in Braunaus Altstadt gestritten. Im Herbst 2012 sorgte der konservative Bürgermeister Johannes Waidbacher (ÖVP) mit seinem Vorschlag für Aufsehen, daraus ein normales Mietshaus zu machen. Kritiker befürchteten eine Pilgerstätte für Neo-Nazis, Historiker setzten sich für eine Gedenkstätte ein.
Inzwischen ist der Bürgermeister von seinem Vorschlag abgerückt. "Es gibt derzeit noch verschiedene Nutzungsoptionen, die im Arbeitskreis konstruktiv und parteiübergreifend diskutiert werden, aber keine konkrete Lösung", teilte er auf Anfrage mit. Er bitte um Zeit für eine Abstimmung mit allen Beteiligten. Die Hausbesitzerin, die nicht genannt werden will, hat das Gebäude seit Jahrzehnten formal an das Innenministerium vermietet.
Quelle: dpa
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