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Terrorismus in Manchester: Polizei nimmt drei weitere Verdächtige fest

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Terroranschlag in Manchester  

Polizei nimmt drei weitere Verdächtige fest

24.05.2017, 13:56 Uhr | rtr, df

Terrorismus in Manchester: Polizei nimmt drei weitere Verdächtige fest. Nach dem Anschlag in Manchester soll die britische Polizei mit schwerer Bewaffnung in den britischen Metropolen für Sicherheit sorgen. (Quelle: dpa/Danny Lawson/PA Wire)

Nach dem Anschlag in Manchester soll die britische Polizei mit schwerer Bewaffnung in den britischen Metropolen für Sicherheit sorgen. (Quelle: Danny Lawson/PA Wire/dpa)

Die britische Polizei hat drei weitere Männer festgenommen, die in Verbindung mit dem Anschlag in Manchester stehen sollen.

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Selbstmordattentäter Salman Abedi Helfer hatte. Bereits am Dienstag war ein 23-Jähriger festgenommen worden, der möglicherweise mit der Tat zu tun hat. Britische Medien berichteten, es handele sich um den Bruder des Attentäters.

Abedi war den Behörden bekannt

Innenministerin Amber Rudd nannte es am Morgen wahrscheinlich, dass der 22-jährige Täter Teil einer Terrorzelle ist. "Es scheint glaubhaft, dass er das nicht alleine getan hat", sagte Rudd der BBC. Abedi sei den Behörden bekannt gewesen, was aber nicht bedeute, dass er habe verhaftet werden sollen.

Premierministerin Theresa May sagte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts am Dienstagabend in einer TV-Ansprache, man dürfe nicht ignorieren, dass womöglich eine größere Gruppe in den Anschlag verwickelt gewesen sei.

Kontakt zum IS wahrscheinlich

Abedi reiste vor dem Anschlag offenbar nach Syrien und soll Verbindungen zur Terrormiliz IS gehabt haben. Das sagte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb am Mittwoch unter Berufung auf britische Ermittler. 

Der Brite libyscher Herkunft habe sich "nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert", sagte der französische Innenminister Collomb dem Sender BFMTV. Verbindungen zum IS seien "erwiesen".  Rudd betonte dagegen, eine Verbindung zum Islamischen Staat sei nicht bewiesen. 

Höchste Terrorwarnstufe, Armee mobilisiert

Erstmals seit zehn Jahren wurde die Terror-Warnstufe im ganzen Land auf "kritisch" erhöht. Das bedeutet, dass ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen könnte. Zum Schutz von Großveranstaltungen und öffentlichen Plätzen wird nun auch das Militär eingesetzt.

Die Polizei habe die Unterstützung durch die Streitkräfte beantragt, sagte May. Rudd zufolge werden 3800 Soldaten eingesetzt, um Polizisten zu entlasten, damit diese Kontrollgänge und Ermittlungen vornehmen können.

Der Chef der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, sagte, die Entscheidung, die Warnstufe zu erhöhen, sei eine Vorsichtsmaßnahme. Er hoffe, dieses Niveau werde wie in der Vergangenheit nicht für eine längere Zeit beibehalten.

Polizisten in Großbritannien tragen nicht immer Waffen. Die Londoner Polizei hat aber angekündigt, etwa beim Fußball-Pokalfinale und einem Rugbyspiel am Wochenende zusätzliche bewaffnete Beamte abzustellen.

Viele Kinder unter den Opfern

Abedi hatte sich in die Luft gesprengt, als die Zuschauermassen aus einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande strömten. Unter den mindestens 22 Toten sind viele Jugendliche und Kinder, darunter ein achtjähriges Mädchen.

Ein polnisches Paar, das seine beiden Töchter abholen wollte, kam dem polnischen Außenminister zufolge ebenfalls ums Leben. Der Chef der Gesundheitsbehörde des Großraums Manchester, Jon Rouse, sagte, insgesamt würden noch 64 Verletze behandelt. 20 Schwerverletzte schwebten noch immer in Lebensgefahr.

Der Anschlag war der schwerste in Großbritannien seit 2005. Damals hatten sich vier Selbstmordattentäter in drei U-Bahn-Zügen und einem Doppeldeckerbus in London in die Luft gesprengt und 52 Menschen mit in den Tod gerissen sowie 700 verletzt.

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