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Kriminalität  

Anschlag auf jüdische Gemeinde: Verfahren eingestellt

23.11.2017, 18:09 Uhr | dpa

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen eines Brandanschlags mit sieben Toten auf das damalige Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern vor fast 50 Jahren eingestellt. "Im Ergebnis haben die wiederaufgenommenen Ermittlungen keine Aufklärung der Tat erbracht", teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit. Bei dem Anschlag am 13. Februar 1970 auf den damaligen Sitz der Kultusgemeinde, der auch das Altenheim beherbergte, waren sieben jüdische Hausbewohner in den Flammen umgekommen.

Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem "Focus"-Artikel im Jahr 2013 wieder aufgenommen. Damals hatte es Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem weiteren Anschlag zehn Tagen später in München gegeben. Der Verdacht richtete sich gegen eine linksextreme Gruppe. Dieser erhärtete sich aber nicht.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen bleibe das Motiv für die Tat am 13. Februar weiterhin unklar, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. "Es sind zwar Indizien vorhanden, die für eine Tatbegehung aus dem linksextremistischen Bereich sprechen. Die vorhandenen Verdachtsmomente reichen jedoch für einen konkreten Tatverdacht gegen eine bestimmte Person oder Gruppierung nicht aus." Die Ermittlungen hatten sich laut Bundesanwaltschaft gegen vier namentlich bekannte Mitglieder der früheren linksextremistischen Gruppierung "Tupamaros München" gerichtet.

Bereits im Oktober hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen des anderen Brandanschlags vom 23. Februar 1970 eingestellt, sie hatten sich gegen das Wohnhaus eines ehemaligen Münchner Amtsrichters gerichtet.

Gegenüber dem Magazin "Focus" hatte eine Person behauptet, gemeinsam mit zwei Mitgliedern der "Tupamaros München" den Brandanschlag auf das Wohnhaus des Amtsrichters begangen zu haben. Zudem wurde in dem Artikel die Verbindung eines der beiden Linksextremisten zu dem Anschlag auf die Israelitische Kultusgemeinde hergestellt.

Die Jüdische Kultusgemeinde hatte ihr Zentrum damals in der Reichenbachstraße. Heute hat sie ein neues Gebäude mit Synagoge am St.-Jakobs-Platz.

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