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Klimawandel: Methan-Gase in der Arktis können Milliardenschaden verursachen

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Was kostet der Klimawandel?

26.07.2013, 12:55 Uhr | AFP, dpa

Packeis in der Arktis (Quelle: imago)

Packeis in der Arktis: Die Freisetzung von Methan könnte die Erderwärmung rasant beschleunigen (Quelle: imago)

Die massive Freisetzung von Treibhausgasen infolge des Klimawandels in der Arktis ist eine tickende Zeitbombe mit gravierenden wirtschaftlichen Konsequenzen: Drei Forscher haben in einem Artikel des Fachmagazins "Nature" die Kosten berechnet. Ihr Ergebnis ist schwindelerregend.

Sollte das unter dem Packeis in der Arktis gefangene Methan freigesetzt werden, kostet das 60.000 Milliarden Dollar (45.000 Milliarden Euro). Dies entspricht fast der gesamten globalen Wirtschaftsleistung eines Jahres.

"Unsichtbare Zeitbombe"

Das Treibhausgas Methan heizt die Atmosphäre wesentlich stärker auf als Kohlendioxid. Die Klimaexpertin Gail Whiteman von der Erasmus-Universität in Rotterdam und ihre Kollegen Chris Hope und Peter Wadhams von der Universität Cambridge in Großbritannien gingen in ihrem Modell davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren 50 Milliarden Tonnen Methangas aus dem schmelzenden Packeis entweichen.

Das entspricht zehn Prozent der gesamten Methangasmenge, die in der sibirischen Kontinentalplatte vermutet wird. 2008 waren russische Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass das Entweichen von bis zu 50 Milliarden Tonnen "sehr wahrscheinlich" sei.

Wenn es genau dazu komme, "dann schmilzt die Zeitspanne, bis die globale Temperaturerwärmung die zwei Grad überschreitet, auf 15 bis 35 Jahre zusammen", erklärte Hope. "Das ist eine unsichtbare Zeitbombe", erklärte Whiteman.

Denn wenn man die Folgen einkalkuliere - Überschwemmungen, Dürren, Unwetter und die Schwächung der Produktivität - ergebe sich ein Schaden von 60.000 Milliarden Dollar. Die globale Wirtschaftsleistung summierte sich im vergangenen Jahr auf 70.000 Milliarden Dollar. Und: 80 Prozent der Konsequenzen hätten die wirtschaftlich verletzlichsten Länder in Afrika, Asien und Südamerika zu tragen, ergab das Modell der drei Forscher.

26.07.2013, 12:55 Uhr | AFP, dpa

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