Wiederholt sich Geschichte?
Klimawandel kann Zivilisationen auslöschen16.08.2013, 13:24 Uhr | AFP
Zeugnisse eine vergangenen Zivilisation: Nicht nur Kriege, auch Dürre und Kälte konnten sie auslöschen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ein Klimawandel kann ganze Zivilisationen dem Untergang weihen, warnen Forscher. Sie nehmen Kälte- und Dürreperioden in östlichem Mittelmeerraum vor rund 3200 Jahren als Menetekel.
Um das Jahr 1200 vor Christus sorgte eine Kälte- und Dürreperiode neuen Erkenntnissen zufolge für den Untergang mächtiger Königreiche im heutigen Ägypten, Griechenland, Zypern, Syrien, Israel und der Türkei. Das berichten französische Forscher im US-amerikanischen Wissenschaftsmagazin "PLOS One".
Der Klimawandel verursachte demnach immense Probleme in der Landwirtschaft. Das führte zu Hungersnöten, Kriegen, Abwanderung und schließlich dem Ende der Reiche.
Seine jüngsten Forschungsergebnisse stützt der Wissenschaftler David Kaniewski von der Universität im südfranzösischen Toulouse auf Proben von Gesteinsablagerungen aus einem uralten Salzsee im Süden der Mittelmeerinsel Zypern. Darin fand der Forscher Hinweise auf eine Trockenperiode, die in der Region vor etwa 3200 Jahren eingesetzt hatte, also zum Ende der Bronzezeit. Festmachen konnte er dies an beobachteten Veränderungen von Kohlenstoffisotopen und Pflanzenpartikeln.
Andere Wissenschaftler hatten bereits herausgefunden, dass in dem Zeitraum die Temperatur an der Meeresoberfläche in der Region rapide gesunken ist. Gleichzeitig kühlte sich das Klima um etwa zwei Grad Celsius ab.
Wie es zu dem Temperaturabfall kam, bleibt allerdings offen. Einige Forscher gehen von einer veränderten Sonnenaktivität aus. Die soll dazu geführt haben, dass sich das östliche Mittelmeer und mit ihm die gesamte Region abkühlten.
16.08.2013, 13:24 Uhr | AFP
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