Internationale Studie
Klimawandel verstärkt extremes Wetter06.09.2013, 14:08 Uhr | AFP
Der Klimawandel ist unter anderem auch für extreme Dürren verantwortlich (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Rund die Hälfte der Extremwetter-Phänomene im vergangenen Jahr sind wohl durch den Klimawandel verstärkt worden. Eine internationale Studie belegt, dass unter anderem eine extreme Dürrephase im Osten der USA und in Ostafrika, die Trockenheit im südeuropäischen Winter sowie heftige Regenfälle in Australien wegen des Klimawandels noch extremer ausgefallen sind.
18 Teams von Wissenschaftlern untersuchten insgesamt zwölf Extremwetter-Phänome weltweit aus dem Jahr 2012. "Die natürlichen meteorologischen Mechanismen und die normalen Klimaschwankungen haben bei diesen Phänomenen eine Schlüsselrolle gespielt", heißt es in ihrem Bericht.
In einigen Fällen habe der durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursachte Klimawandel aber einen "eindeutigen" Einfluss auf die Phänomene gehabt. Die Forscher führen unter anderem höhere Temperaturen und eine Erwärmung der Ozeane als wichtige Faktoren an.
Besonders stark war der Einfluss des Klimawandels laut der Studie bei der großen Trockenheit im Osten der USA im Frühling 2012 - der Anteil lag demnach bei 35 Prozent. Auch die Rekord-Eisschmelze in der Arktis - die Eisfläche schrumpfte 2012 auf die niedrigste jemals beobachtete Größe von 3,41 Millionen Quadratkilometern - lässt sich den Forschern zufolge nicht allein auf natürliche Schwankungen zurückführen.
Keinen Einfluss des Klimawandels sahen die Forscher dagegen bei extremen Regenfällen in Japan und China. Auch eine extreme Trockenheit im Zentrum der USA war demnach fast ausschließlich auf natürliche atmosphärische Faktoren zurückzuführen.
Der Leiter des nationalen Klimadatenzentrums der US-Behörde für Meeres- und Wetterforschung, Thomas Karl, erklärte, Ziel der Studie sei es gewesen, herauszufinden, ob künftig mit mehr extremen Wetterphänomenen zu rechnen sei und ob ihre Intensität aufgrund von natürlichen oder menschlichen Faktoren zunehme.
Die Studie vergrößere die Fähigkeit der Wissenschaft, die Komplexität solcher Naturphänomene besser zu verstehen. Er räumte aber ein, es sei "immer noch eine Herausforderung, die Ursachen für diese Phänomene zu bestimmen".
So hatten die Wissenschaftler große Schwierigkeiten, den Einfluss des Klimawandels auf den verheerenden Wirbelsturm "Sandy" zu bestimmen, der im Oktober 2012 im Nordosten der USA gewütet hatte. "Zahlreiche Faktoren kamen zusammen, um eine solche Stärke zu schaffen", heißt es in dem Bericht.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass künftig Hurrikane auch mit einer niedrigeren Stärke aufgrund des ansteigenden Meeresspiegels ähnliche Zerstörungen anrichten könnten wie "Sandy".
Die Studie wurde im Fachmagazin "Bulletin of the American Meteorological Society" veröffentlicht.
06.09.2013, 14:08 Uhr | AFP
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