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Finanzkrise stoppt Anstieg der Militärausgaben

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China und Russland rüsten weiter auf

17.04.2012, 08:39 Uhr | dapd

Finanzkrise stoppt Anstieg der Militärausgaben . Während der Westen spart, rüsten Russland und China weiter auf (Quelle: dapd)

Während der Westen spart, rüsten Russland und China weiter auf (Quelle: dapd)

Die Finanzkrise hat im vergangenen Jahr den stetigen Anstieg der weltweiten Militärausgaben gestoppt. Das Stockholmer Institut für Internationale Friedensforschung (SIPRI) erklärte, die Militärausgaben hätten Jahr 2011 um 0,3 Prozent zugelegt. Damit sei ein seit elf Jahren anhaltender Trend gestoppt. Die USA und Europa kürzten ihre Ausgaben für die Streitkräfte, während Russland und China ihre Ausgaben erneut steigerten.

Russland überholte Großbritannien und Frankreich und rückte mit rund acht Milliarden Dollar auf Platz drei der Liste der Länder mit den höchsten Militärausgaben vor. Das entsprach einem Anstieg von 9,3 Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Auch China steigerte seine Militärausgaben um 6,7 Prozent auf rund 143 Milliarden Dollar. Das Land steht damit weiterhin auf Platz zwei.

Langwierige US-Haushaltsverhandlungen

Der größte Waffenkäufer der Welt, die USA, fuhren die Ausgaben um 1,2 Prozent auf 711 Milliarden Dollar zurück. Europa steigerte seine Investitionen in Waffen nur gering auf 407 Milliarden Dollar. Insgesamt kürzten sechs der Länder mit den höchsten Militärausgaben ihren Militärhaushalt: Deutschland, Frankreich, Brasilien, Indien, Großbritannien und die USA.

Deutschland gehört international immer noch zu den Top Ten, rutscht aber vom achten auf den neunten Platz. Insgesamt seien die Ausgaben in Deutschland um 3,5 Prozent geschrumpft, teilte SIPRI mit.

Ein wichtiger Grund für den Rückgang in Amerika waren nach Angaben von SIPRI die langwierigen Verhandlungen im Kongress über den Haushalt für 2011. Das Institut erwartet, dass die US-Ausgaben für die Streitkräfte mit der Truppenreduzierung in Afghanistan und einem im vergangenen Jahr verabschiedeten Gesetz zur Haushaltskontrolle weiter zurückgehen werden.

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