April, April!
Eine Auswahl der besten Aprilscherze des Tages
01.04.2008, 15:23 Uhr
Neuschwanstein erhält einen neuen Turm - angeblich (Quelle: dpa)Alle Jahre wieder müssen sich gutgläubige Menschen darauf einstellen, nicht nur von Freunden und Familie, sondern auch von Medien und Politikern in den April geschickt zu werden. Auch heute gab es weltweit eine Reihe öffentlicher Aprilscherze - eine Auswahl:#
HintergrundSeit 1618 wird in den April geschickt
Politischer Plaketten-Irrsinn in Hessen und Berlin
Über den vermeintlichen politischen Zickzackkurs ihrer Landesregierungen berichteten Radiosender in Hessen und Berlin. Inhaber einer "Raucherplakette" dürften in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden in Hessen ab sofort wieder zur Zigarette greifen, hieß es bei "Hit Radio FFH". Prompt hätten sich manche Bürger aufgebracht im Sozialministerium beschwert, sagte ein Sprecher. Laut FFH sollten die Plaketten in Apotheken und Tankstellen erhältlich und das Land bundesweit Vorreiter mit dem System ähnlich der Auto-Feinstaubplaketten sein. Deren angebliche Nutzlosigkeit in der Berliner Innenstadt vermeldete wiederum der RBB. Die erst vor drei Monaten eingeführte Umweltzone, die die Luftqualität in der Hauptstadt verbessern sollte, solle wegen einer tatsächlich schlechteren Ökobilanz schon wieder abgeschafft werden. Hörer nahmen's laut RBB mit Humor.
Klinsmann kommt nicht zu den Bayern
Auch die
T-Online Sportredaktion ließ sich nicht lumpen und meldete dass der FC Bayern München ab Sommer ohne Cheftrainer da steht. Jürgen Klinsmann ließ den designierten deutschen Meister angeblich wissen, "unter diesen Umständen nicht mehr zur Verfügung" zu stehen. Die "Umstände" standen 14 Jahre lang im Tor der Bayern, nicht aber in dem der Nationalelf während der WM 2006 - wegen Klinsmann: Oliver Kahn. Durch dessen Aufnahme ins Management des Rekordmeisters fühle sich der frühere Bundestrainer an seine Vertragsunterschrift nicht mehr gebunden. Zahlreiche User kommentierten diese Geschichte, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Sport-NewsKlinsmann sagt den Bayern ab
Zeitumstellung wird abgeschafft
Die Tagesschau meldete, das Bundesverfassungsgericht stehe kurz davor, die Sommerzeit abzuschaffen. Gründe dafür wurden reichlich angeführt. Die kürzeren Tage schadeten der Milchmenge bei Kühen, die Sommerzeit sei ein Streitthema zwischen Lokführern und der deutschen Bahn, da die "doppelte Stunde" bei der Umstellung auf Sommerzeit als unbezahlte Pause gilt. Sogar der seriöse ARD-Rechtsexperte Karl Dieter Möller geht angeblich davon aus, dass dem Antrag stattgegeben wird.
Buchhändler lädt ein zur Nacktlesung
Die als "erste Nackt-Lesung" groß angekündigte Vorstellung eines Buches über FKK in der DDR hat sich auch als Aprilscherz herausgestellt. Die angeblich für Dienstag terminierte hüllenlose Lesung fand nicht statt. "In Zeiten, in denen Bestsellerautoren an Tankstellen gehandelt werden, wollten wir zeigen, dass Bücher im Buchhandel mit Spaß gekauft werden", sagte Buchhändler Helmut Maaß, dessen Idee im Vorfeld auf großes Interesse gestoßen war. Ein paar angezogene Interessenten der Lesung fanden sich trotzdem ein.
Neuschwanstein erstrahlt in neuem Glanz
Die Bayerische Schlösserverwaltung will dem vor mehr als 120 Jahren gestorbenen König Ludwig II. angeblich einen Traum erfüllen: Das Märchenschloss Neuschwanstein erhalte einen neuen Turm, kündigt eine Sprecherin zum 1. April an. Nach originalen Bauplänen würden der größte Turm des Schlosses Neuschwanenstein, der Bergfried, die Schlosskapelle sowie der sogenannte Bärenzwinger mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 18,5 Millionen Euro vollendet. Ab 2011 könnten die Besucher dann das bayerische Märchenschloss endlich im Originalzustand erleben, heißt es weiter.
Ein Ex-Chefredakteur hat Senatoren-Ambitionen
Anlässlich der fünften Runde der Koalitionverhandlungen in Hamburg am Dienstag vermeldete der Online-Mediendienst turi2 die vermeintliche Einigung über eine Personalie: Der Ex-Chefredakteur des "Spiegel", Stefan Aust, solle Senator in der ersten schwarz-grünen Landesregierung werden. CDU-Bürgermeister Ole von Beust sagte demnach, der 61-Jährige sei "für uns der ideale Mann, da er eine beispielhafte Karriere von links unten nach rechts oben vollzogen hat". Eine CDU-Sprecherin wies die Meldung zurück: Über Personalien werde ja erst noch gesprochen.
Potsdamer Polizisten wollen zur Rallye Dakar
Nicht spruchreif ist auch die vermeintliche Teilnahme von Potsdamer Polizisten an der Rallye Dakar: Drei Beamte der Kradstaffel hätten von Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) die Erlaubnis, als erstes Polizeiteam überhaupt unter dem Namen "Sports Patrol" bei der bekanntesten Auto- und Motorradrallye mitzufahren, erklärte dessen Sprecherin - um dies am Mittag zu widerrufen. Dass dagegen die französische Fußball-Nationalmannschaft angeblich ihre sportlichen Ambitionen fallen lassen wollte, dürfte den dortigen Fans einen riesigen Schrecken eingejagt haben. Nach einer anstrengenden Saison habe sein Team ohnehin keine Chance, die bevorstehende Europameisterschaft zu gewinnen und wolle sich stattdessen in Ruhe auf die WM 2010 vorbereiten, hatte Trainer Raymond Domenech per Videoblog verkündet.
Sarkozy lässt sich größer strecken
Vom jüngsten Besuch des französischen Staatschefs Nicolas Sarkozy ließen sich britische Medien inspirieren. Sarkozy wolle sich von Ärzten auf eine Streckbank legen lassen, um mittels einer neuartigen Methode größer zu werden, berichtete die "Sun", die zuletzt auf Sarkozys erhöhte Schuhabsätze im Kontrast zu den flachen Schuhen seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy hingewiesen hatte. Das frühere Model solle im Auftrag von Premier Gordon Brown künftig den Briten kontinentales Stilbewusstsein vermitteln, titelte der "Guardian". Darüber hinaus sollten britische Eltern ermutigt werden, ihren Kindern künftig ab dem Alter von sieben Jahren kleine Mengen Rotwein zu den Mahlzeiten zu kredenzen.
Der französische Präsident wird zum Chansonnier
Das Debütalbum von Nicolas Sarkozy, "Encore Une Fois", setzt nach Angaben der Süddeutschen Zeitung einen Meilenstein in der Entwicklung des französischen Chansons. Und es wird noch einer drauf gesetzt: Sarkozy sei derzeit im Begriff, auch in der Welt der populären Musik ein Superstar zu werden, steht da geschrieben.
Walfleisch, Schwulenmessen und Stehplätze im Flugzeug
Walfleisch, auf zehn unterschiedliche Weisen zubereitet, biete ein neues japanisches Restaurant als Probier-Tagesmenü an, scherzte der "Morning Herald" im australischen Sydney. Der Radiosender 2UE behauptete, Papst Benedikt XVI. werde während seines Besuchs im Juli eine eigene Messe für Homosexuelle lesen. Reisen dorthin wären theoretisch mit einem in dortigen Zeitungen beworbenen Sonder-Flugtarif "no chair fare" jedenfalls besonders günstig: Wer stehe, zahle auf Inlandsflügen künftig nur noch die Hälfte, warb die Gesellschaft "Virgin Blue" - ab zwei Stunden Flugzeit Wadenmassage inklusive.
01.04.2008, 15:23 Uhr