30.11.2012, 17:58 Uhr | AFP
94 Mal innerhalb von zwei Jahren wurde ein Raser geblitzt. Für die Staatsanwaltschaft im französischen Versailles ist das zu viel des Guten.
Sie erhebt Anklage gegen den notorischen Raser. Zudem solle dem 40-jährigen Geschäftsmann für drei Jahre der Führerschein entzogen werden, forderte ein Staatsanwalt.
Der Inhaber einer Gemüse-Großhandelsfirma war in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 94 Mal geblitzt worden. Laut Anklage fuhr der Franzose in der Nähe von Paris mehrfach mit 180 Kilometer pro Stunde durch einen Tunnel, in dem nur 70 Kilometer pro Stunde erlaubt sind.
Der Unternehmer wies die Vorwürfe zurück. Das Auto gehöre seiner Firma und werde von verschiedenen Fahrern benutzt, sagte er. Die französischen Radare blitzen die rückwärtige Nummer der Fahrzeuge, die Fahrer sind somit nicht zu erkennen.
Die Richterin verwies darauf, dass der in Rouen in der Normandie lebende Mann am Wochenende seinen Sohn im Großraum Paris abholt. Der BMW sei immer an diesen Tagen und genau auf der Strecke zwischen Rouen und Paris geblitzt worden.
Als erschwerend wertete das Gericht, dass der Wagen des Beschuldigten in Luxemburg zugelassen ist - dem Sitz seiner Firma. Davon habe er sich offenbar eine "Garantie für Straffreiheit" erhofft, sagte die Richterin. Das Urteil wird am 18. Januar erwartet.
Quelle: AFP
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