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Einsiedler nach Überfall festgenommen

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Einsiedler eingebuchtet - soll für mehr als 1000 Einbrüche verantwortlich sein

11.04.2013, 14:38 Uhr | tn, t-online.de

Einsiedler nach Überfall festgenommen. Einsiedler festgenommen - mehr als 1000 Einbrüche könnten auf sein Konto gehen (Quelle: Reuters)

Die stattliche "Campingausrüstung" des Einsiedlers Christopher K. (Quelle: Reuters)

27 Jahre lang lebte Christopher K. in den Wäldern des US-Bundesstaats Maine. Sein Leben abseits der Zivilisation ermöglichte er sich durch Diebstahl und Einbrüche. Jetzt wurde der Mann auf frischer Tat ertappt, wie der US-Nachrichtensender NBC berichtet.

Mehr als 1000 Einbrüche werden dem "Einsiedler vom Teich" zugeschrieben. Allein 50 Mal sei er in die Pine Tree Herberge eingebrochen, um sich mit Essen und Vorräten zu versorgen, erklärte die örtliche Polizei.

In der Gegend kursierten immer wieder Gerüchte über einen diebischen Einsiedler, unter Campern und Wanderern galt er gar als Legende. "Dass da aber tatsächlich einer draußen im Wald lebt, hätten wir nie gedacht," berichtet eine Mitarbeiterin der Anlage. "Ein bisschen tut er mir sogar leid."

Aus dem Nest gefallen

Im Alter von 19 Jahren verließ Christopher K. sein Elternhaus. Seine Familie gab nie eine Vermisstenanzeige auf. Warum K. der Gesellschaft den Rücken kehrte, ist bislang nicht bekannt. Er gilt jedoch als Fan des Abenteuerromans "Robinson Crusoe".

Die folgenden 27 Jahre verbrachte Christopher K. in einem selbstgebauten Camp nahe des Örtchens Rome. Was er zum Leben brauchte, nahm er sich einfach.

Zuhause im Wald

Bei seiner Festnahme trug der Einsiedler fast 300 Dollar Bargeld bei sich. Der Polizei gegenüber gab er an, dies sei sein "Notgroschen", aber Geld habe er nie wirklich gebraucht.

Wozu auch: Das Camp, in dem K. fast dreißig Jahre lang lebte, bestand ausschließlich aus Diebesgut. Die Beamten fanden Kleidung, Essen, Werkzeug, Propangastanks, ein Zelt und mehrere Schlafsäcke. "Das einzige, was tatsächlich ihm gehörte, war seine Brille", wie ein Polizeibeamter berichtet.

Auch Bücher und ein batteriebetriebenes Radio fanden die Ermittler - den Wald verließ er aber nie. In den Wintermonaten lebte K. sogar noch zurückgezogener aus Angst, jemand könnte seine Fußspuren im Schnee zurückverfolgen und ihn aufspüren.

Schwer zu fassen

Die Polizei von Maine zeigte sich dennoch sichtlich erstaunt darüber, dass K. fast drei Jahrzehnte lang von niemandem entdeckt wurde. "Sein Camp lag weder besonders abgeschieden, noch tief in den Wäldern."

Christopher K. wird sich zunächst nur für den Einbruch im Pine Tree Camp verantworten müssen. In Haft habe er aber viele weitere Einbrüche gestanden, sodass Polizei und Staatsanwaltschaft über weitere Strafverfolgung nachdenken.

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