Sie sind hier: Home > Panorama > Buntes >

300 Jahre alter Kot offenbart Ernährung von dänischem Bischof

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Aufschlussreicher Haufen  

300 Jahre alter Kot offenbart Ernährung von dänischem Bischof

18.11.2016, 18:18 Uhr | AFP

Buchweizen, Pfeffer und Beeren im Kot: Die 300 Jahre alten Hinterlassenschaften eines dänischen Bischofs haben Wissenschaftlern Aufschluss über dessen Ernährungsgewohnheiten gegeben.

Archäologen untersuchten den Kotklumpen des Bischofs Jens Bircherod, der in der norddänischen Stadt Aalborg lebte, und fanden dabei Hinweise auf Speisen, die sich damals nur wenige Menschen leisten konnten.

Die Überreste des Wohnhauses des Bischofs, einschließlich der Latrine, waren bereits 1937 ausgegraben worden. Aber erst jetzt nahmen Forscher die Fäkalienreste unter die Lupe. Die Arbeit ist Teil eines Forschungsprojekts über Diasporagemeinschaften in dänischen Städten zwischen Anfang des 15. und Ende des 17. Jahrhunderts.

Seltener Fund

Während sich normale Bürger ihre Latrinen damals mit vielen anderen Menschen teilen mussten, verfügte der Bischof auf seinem Gutshof über eine Toilette nur für sich und seine Frau.

"Jetzt haben wir einen spezifischen Fäkalienhaufen, den wir einer Person zuordnen können, und daraus können wir Rückschlüsse auf seine Ernährung ziehen", sagte die Archäologin Jette Linaa vom Moesgaard-Museum bei Aarhus.

Bischof genoss opulente Abendessen

Dass der Klumpen von dem Kirchenmann stammt, führen die Forscher unter anderem auf den darin enthaltenen Buchweizen zurück: Das Getreide ist eine Spezialität auf der dänischen Insel Fünen, wo der Bischof aufgewachsen war.

Aber mit dem Essen aus seiner Heimat begnügte er sich nicht: Den Forschern zufolge genoss er "opulente" Abendessen mit Speisen aus unterschiedlichen Weltregionen, darunter Weintrauben, Feigen und Pfeffer.

Die meisten Dänen aßen damals überwiegend Schweinefleisch, Graubrot und Kohl. Nüsse und Beeren gehörten dagegen zum Speiseplan des Bischofs und anderer reicher Aalborger.

Pfefferkorn kam aus Indien

Ein im Kot gefundenes Pfefferkorn hatte den langen Weg von Indien nach Dänemark zurückgelegt, bevor es vom Bischof verzehrt wurde. Moltebeeren kamen aus dem benachbarten Norwegen.

"Die exotischen Produkte wurden von einigen spezialisierten Händlern in der Stadt vertrieben", sagte Linaa. "Aalborg war in dieser Hinsicht besonders, weil es dort sehr viele reiche Händler gab, die alle aus Deutschland oder den Niederlanden stammten."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Mit Echtgold-Dekor! 18-teiliges Kaffeeservice „Christmas“
nur 59,99 € bei Weltbild
Shopping
Das ideale Geschenk – NIVEA Eau de Toilette
bis 18.12.versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017