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Massenhaft Antibiotika bei Masthähnchen eingesetzt

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Massenhaft Antibiotika bei Masthähnchen eingesetzt

28.10.2011, 10:37 Uhr | dapd

In vielen Geflügelfarmen wird das Wachstum durch Antibiotika gesteigert

In vielen Geflügelfarmen wird das Wachstum durch Antibiotika gesteigert

In der Hähnchenmast werden nach einer bundesweiten Studie des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums deutlich mehr Antibiotika eingesetzt als bislang angenommen. Demnach sind in 83 Prozent der untersuchten Mastdurchgänge antimikrobiell wirksame Mittel verabreicht worden. Mastbetriebe hätten bis zu acht verschiedene Antibiotika ins Futter gemischt, berichtete der Hörfunksender NDR Info.

Die Studie legt dem Bericht zufolge den Schluss nahe, dass Mäster Antibiotika trotz Verbots als Wachstumsdoping einsetzen.

Gefahr der Antibiotika-Resistenz

Ein Masthähnchen lebt bis zur Schlachtung in der konventionellen Tierhaltung etwa 35 Tage. In dieser Zeit verabreichte die große Mehrheit der untersuchten Betriebe mit dem Futter gleich mehrere verschiedene Antibiotika, in 53 Prozent der Fälle jeweils nur ein bis zwei Tage lang. Diese sehr kurze Verabreichung ist nicht zugelassen: Die Medikamente müssen mindestens fünf bis sechs Tage verfüttert werden, sonst bilden sich gefährliche Resistenzen gegen die Antibiotika.

In 17 Prozent der ausgewerteten Mastdurchgänge kamen die Mäster ohne Antibiotika aus. Das belege, dass eine antibiotika-freie Mast sehr wohl möglich ist. Einen verringerten Antibiotika-Einsatz konnte die Behörde bei kleinen Betrieben mit weniger als 20.000 Tieren feststellen, dort war die Mastdauer jedoch mit insgesamt 45 Tagen bis zur Schlachtung etwas länger.

Wachstumsfördernder Einsatz verboten

Seit 2006 ist der wachstumsfördernde Einsatz von Antibiotika EU-weit verboten, ein Tierarzt darf Medikamente nur noch verschreiben, wenn die Tiere krank sind. Wie NDR Info weiter berichtet, will das Verbraucherschutzministerium klären, ob für Tiere eine Schlachterlaubnis erteilt werden darf, bei denen zum Zeitpunkt der Schlachtung noch ein legal vorhandener Rückstand der Antibiotika nachgewiesen wird.

Die Überwachungsbehörden hatten eine umfangreiche Datenmenge ausgewertet: 962 Mastdurchgänge aus 182 Betrieben im ersten Halbjahr 2011 wurden untersucht. Ein Mastdurchgang ist die Zeit vom Schlüpfen der Küken bis zur Schlachtung.

28.10.2011, 10:37 Uhr | dapd

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