Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Panorama >

Winnenden: Eltern des Amokläufers sollen zahlen

...

Winnenden: Eltern des Amokläufers sollen zahlen

03.03.2012, 21:13 Uhr | dpa

Winnenden: Eltern des Amokläufers sollen zahlen. Tim K., der Amokläufer von Winnenden und der Tatort, die Albertville-Realschule. (Quelle: dpa)

Tim K., der Amokläufer von Winnenden und der Tatort, die Albertville-Realschule. (Quelle: dpa)

Fast drei Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden verlangt die Stadt Schadenersatz von den Eltern des Schützen. Dies berichtet die "Winnender Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe. Derzeit gebe es Verhandlungen mit den Versicherungen von Vater und Mutter.

"Es gibt eine Rechtspflicht, Schaden von der Stadt abzuwenden", sagte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (CDU) im Blatt. Der Stadt in Baden-Würtemberg sei ein Schaden von 14 Millionen Euro entstanden. Bei den Forderungen handele es sich um die gebuchten Rechnungen, die im Zusammenhang mit dem Amoklauf 2009 eingegangen seien, sagte Holzwarth. Dazu zählt der Umbau der Albertville-Realschule oder die Miete für die Ersatzschule.

Auch andere wollen Schadenersatz

Der Vater des Amokläufers war im Februar 2011 vom Landgericht Stuttgart wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Sportschütze hatte die Pistole, mit der sein Sohn 15 Menschen und sich selbst erschoss, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt.

Die Stadt ist nicht die Einzige, die Schadenersatz verlangt, schreibt das Blatt weiter. Eine Waiblinger Kanzlei habe nahezu 30 Verfahren von Opfern und Angehörigen gegen die Eltern von Tim K. angestrengt, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe auf Anfrage der Zeitung.

Bei den Schadenersatzforderungen handle es sich um Summen im fünfstelligen Bereich, je nach Grad der Verletzungen der Opfer. Eingerechnet würden auch Kosten zur Bewältigung des Ereignisses wie der Einsatz von Notfallseelsorgern und Psychologen oder die Organisation der Feiern zum ersten Jahrestag des Amoklaufes. Rechtsgrundlage der Forderungen sei die Verurteilung des Vaters von Tim K..

Liebe Leserin, lieber Leser, wir haben die Kommentarfunktion zu diesem Thema bewusst nicht geöffnet oder bereits wieder geschlossen. Warum wir das tun, erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
UMFRAGE
Sollten die Eltern des Winnenden-Amokläufers auch finanziell zur Rechenschaft gezogen werden?
Anzeige
Anzeige 
Ist Ihr Kredit zu teuer? Sparen Sie sich das

Lösen Sie jetzt Ihren laufenden Kredit günstig ab. Mit 100€ Wechselvorteil. Jetzt informieren

Video des Tages
Peru 
Fischer haben einen gigantischen Fang gemacht

Riesiger Stachelrochen ist acht Meter lang und wiegt etwa eine Tonne. Video



Anzeige