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    "Es war ein bisschen schmerzhaft" - Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen

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    "Es war ein bisschen schmerzhaft"

    06.04.2012, 17:35 Uhr | dpa, AFP

    Auf den Philippinen haben sich am Karfreitag wieder mehr als 20 Gläubige ans Kreuz nageln lassen. Vor zehntausenden Schaulustigen wollten sie nach eigenen Angaben das Leiden von Jesus Christus nacherleben und sich von Sünden reinwaschen.

    Der 44-jährige Arturo Bating breitete seine Arme aus und blieb ganz ruhig, als sich die zehn Zentimeter langen Metallnägel durch seine Hände bohrten. Manche Gläubige ließen sich auch an den Füßen festnageln; Helfer nahmen die Menschen nach einigen Minuten wieder von den Kreuzen ab.

    "Ich erwarte nichts dafür"

    "Es war ein bisschen schmerzhaft, aber auszuhalten", sagte der Wunderheiler Bating, der zum ersten Mal an dem Spektakel teilnahm. Im nächsten Jahr will er sich wieder kreuzigen lassen. Dies habe er Gott versprochen, der dafür seine Familie von Krankheiten verschonen wolle.

    Alex Laranang, der bereits zum zwölften Mal dabei ist, will dieses Ritual bis zu seinem Tod beibehalten. "Ich erwarte nichts dafür. Ich tue dies für meinen Gott", sagte der 57-Jährige, der Snacks in Bussen verkauft.

    Peitschenhiebe zur Einstimmung

    Bereits Stunden vor der Zeremonie geißelten sich zahlreiche Einheimische mit Peitschenhieben, um so für ihre Sünden zu büßen. Die katholische Kirche lehnt den blutigen Brauch ab. Diejenigen, die daran teilnehmen, würden aber nicht verurteilt, sagte der Präsident der katholischen Bischofskonferenz, José Palma, dem katholischen Rundfunksender Veritas.

    Die Philippinen sind das einzige überwiegend katholische Land in Asien: Rund 75 Millionen Einwohner – etwa 80 Prozent der Bevölkerung - gehören der katholischen Kirche an.

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