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Zugunglück bei Offenbach: Regionalbahn rast in Schienenbagger - Drei Tote

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Regionalbahn rast in Schienenbagger: drei Tote

13.04.2012, 18:17 Uhr | dapd

Beim Zusammenprall einer Regionalbahn mit einem Schienenbagger auf gerader Strecke sind im hessischen Landkreis Offenbach drei Menschen ums Leben gekommen. 13 Personen seien bei dem Unglück in der Nacht zu Freitag in der Nähe von Mühlheim am Main verletzt worden, sechs davon schwer, sagte ein Polizeisprecher. Bei keinem der Schwerverletzten bestehe Lebensgefahr. Die Bahnstrecke zwischen Hanau und Offenbach bleibt den ganzen Tag gesperrt.

Der Passagierzug war mit 35 Fahrgästen gegen 1 Uhr aus zunächst ungeklärter Ursache beim Mühlheimer Stadtteil Dietesheim mit dem Baufahrzeug kollidiert und entgleist. Bei den drei Getöteten handelt sich um den Lokführer des Regionalzuges und zwei Bauarbeiter. "Wir gehen davon aus, dass sie sofort tot waren", sagte ein Polizeisprecher.

Leichen aus dem Wrack geschnitten

Zwei der Toten konnten zunächst nicht geborgen werden, am Morgen holten die Einsatzkräfte die Leiche des Lokführers mit dem Schneidbrenner aus dem Führerhaus, gegen zehn Uhr den Leichnam eines Bauarbeiters.

Foto-Serie: Regionalbahn rast in Bagger

In dem Regionalzug der Deutschen Bahn, der auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Wächtersbach war, saßen etwa 35 Reisende. Die Verletzten hätten zumeist Knochenbrüche, Quetschungen oder Platzwunden erlitten, sagte ein Sprecher. Die Feuerwehr war mit rund 150 Kräften im Einsatz.

Hinweise zur Unfallursache erhoffen sich die Ermittler unter anderem von der Auswertung der technischen Aufzeichnungen im Zug und in den Bahnleitstellen. Das könne mehrere Tage dauern, sagte der Polizeisprecher.

Auf dem geraden Streckenstück zwischen einem Feld und Kleingärten liegt die Höchstgeschwindigkeit für Regionalbahnen bei 140 Stundenkilometern. Die Bahn wusste zunächst nicht, wie schnell der Zug tatsächlich unterwegs war. Unklar ist auch, ob der Lokführer noch bremsen konnte. 

Genauer Unfallhergang unklar

Beim Aufprall schob der Zug den Schienenbagger etwa 400 Meter vor sich her. Auch Mitarbeiter der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes sind am Unglücksort. Keiner der Experten an der Strecke kennt den genauen Unfallhergang.

Nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Arbeiter nachts auf der Strecke in der Annahme unterwegs waren, der letzte Zug sei bereits durch. Zwei Kollegen der Gleiswerker hatten offenbar großes Glück - sie waren nach Angaben eines Bundespolizisten auf den Schienen vorausgegangen und wurden aus der Ferne Zeugen des Unglücks.

Bis zum Nachmittag soll ein spezieller Baukran aus Nordrhein-Westfalen an der Unglücksstelle eintreffen, mit dessen Hilfe Zug und Bagger geborgen werden können. Trotz der Streckensperrung verzeichnet die Bahn nur geringe Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr. Die Züge seien umgeleitet worden, hieß es.

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