17.04.2012, 20:03 Uhr | dpa, AFP
Ein verschlafener Ko-Pilot der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada hat eine Maschine mitten über dem Atlantik in einen Sturzflug gelenkt, bei dem 16 Menschen verletzt worden sind. Das hat eine Untersuchung des Vorfalls ergeben, der sich im Januar vergangenen Jahres nachts auf einem Flug von Toronto (Kanada) nach Zürich (Schweiz) ereignet hatte.
Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am Montag veröffentlicht: Danach war der Ko-Pilot nach einer längeren Schlafpause noch nicht wieder völlig wach. Beim Anblick eines anderen Flugzeugs bekam er Angst vor einer Kollision und zog seine Maschine scharf nach unten.
Wie sich nun im Untersuchungsbericht der kanadischen Flugsicherheitsbehörde herausstellte, handelte es sich bei dem hellen Objekt am Himmel aber gar nicht um ein anderes Flugzeug, sondern um einen Planeten: die Venus.
Der Kapitän des Flugzeugs brachte die Maschine nach dem Vorfall rasch wieder in eine stabile Lage.
14 Passagiere und zwei Flugbegleiter wurden bei dem plötzlichen Sturzflug verletzt. Mehrere nicht angeschnallte Passagiere waren aus ihren Sitzen geschleudert worden; sieben der Verletzten mussten nach der Landung im Krankenhaus behandelt werden.
Bei dem Vorfall hatten sich allerdings beide Piloten offenbar nicht an die Sicherheitsregeln gehalten, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Diese verlangen eigentlich, dass Piloten während langer Flüge maximal 40 Minuten schlafen und nach dem Aufwachen zunächst 15 Minuten warten, bevor sie die Führung eines Flugzeugs übernehmen.
Quelle: dpa, AFP
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